Was man nicht so alles bei Ebay bekommt. Und wie man sich doch verschätzen kann, wie viel Platz 500 Bälle brauchen. Wir dachten, dass die locker reichen und hätten im Endeffekt auch locker 1000 oder noch mehr verschenken können. Aber zurück zum Anfang:
Nina hatte die Idee, Timon zu seinem dritten Geburtstag ein ebensolches Bällchenbad zu schenken, das sie im Prospekt eines großen Discountmarktes gesehen hatte. Leider haben wir trotz intensiver Netzrecherche nicht herausfinden können bei welcher Kette das Angebot existierte und Nina hatte den Prospekt auch nicht mehr. Ergo: Kein Bällchenbad. Da ich selber oft genug sage, dass man ja alles bei Ebay bekäme wollte ich diese Aussage unter Beweis stellen und siehe da: Von ganzen Bädern bis hin zu Nachfüllbällen von dem Lieferanten, der McDonalds und IKEA mit Plastikbällen beliefert war alles da. Kurz entschlossen haben wir auf das “Bad” in “Bällchenbad” verzichtet und den Plan gefasst, einfach Timons Planschbecken für die Winterzeit drinnen aufzubauen und mit den Bällen zu befüllen.
Als die Kiste dann ein paar Tage später kam waren wir dann doch erstaunt, wie wenig Volumen diese Bälle zusammen hatten und aus dem Planschbecken wurde schnell seine Spielburg, die doch eine kleinere Grundfläche hat. Die Anlieferung an sich war auch schon sehr witzig - als wir noch von viel grösserem Platzverbrauch ausgingen meinte ich, dass man die Lieferung ruhig an meine Firmenadresse schicken kann, weil da noch ein Kellerraum existiert, den man ebenerdig erreichen kann. Ganz so groß war’s dann ja nicht, aber der Lieferant hat sehr fragend gekuckt, was den diese Geräusche in der Kiste macht und die nächstliegenden Tipps meiner Kollegen waren “Lottoziehung” :-).
Timon hat’s dann aber trotz aller Wirren der Beschaffung gut gefallen – wie viele der 500 Bälle zu seinem 4. Geburtstag noch existieren und wieviele davon noch im gleichen Zimmer sind wird man sehen, aber sie sind machen ja wenigstens weder Dreck noch laute Geräsche.
Naja, ganz stimmt das nicht, der Anlass war eine Geburtstagsparty im Wohnheim in der Rotenbergstrasse, aber das war eins der ersten Bilder, bei denen ich nach Drücken des Auslösers dachte “Du könntest eigentlich mal wieder Dein Blog pflegen”.
Das Ergebnis ist hier, ich wollte nach peinlichen sechs Wochen Pause dann wenigstens vier anständige Einträge fabrizieren, deshalb hat’s dann nach dem ersten Auslöser (pun intended ;-) doch noch ein wenig gedauert bis alles bereit war.
Aber zurück zum Eintragnamensgeber. Twelve Ton Sushi hab’ ich an dem Abend nur gehört weil Bastian auf die Frage, was er denn Abend vorhätte meinte “Wir spielen komm doch vorbei”, was sich als höchst erfreulicher Zufall herausgestellt hat. Konzert war klasse (auch wenn die Akustik im Fernsehraum der Heimbar verbesserungswürdig war) und es war mein erstes Konzert von Bands, bei denen ich die Mitglieder kenne, das keinen Schraddel-Gitarren-Rock gespielt hat (was aber auch daran liegen könnte, dass die letzten solchen Konzerte irgendwann vor meinem Abi waren…).
Ansonsten waren in den letzten sechs Wochen durchaus einige nette Parties von denen ich mich jetzt ärgere, keine Fotos gemacht zu haben. Was ich vielleicht hervorheben sollte wäre eine WG-Party bei Nicolas, der ich eigentlich mit dem Gedanken “Oh nein, eine Mottoparty” entgegen sah und mich schon fragte, ob es den Augen guttut, wenn sich alle in dem Motto “Gelb” kleiden. Dort angekommen wurde alles viel besser als erwartet, da jeder der vier Mitbewohner unterschiedliche Mottos herausgegeben hatte und man daran, ob die Leute gelb waren, Schlafanzüge trugen oder mit Luftballons unter der Kittelschürze zu Hausfrauen mutierten erkennen konnte, wer sie eingeladen hatte. Ergab eine nette Mischung aus Kinderfasching und Kostümparty.
Oder 2 Wochenenden, wenn man vorher 2 Jahre lang alles nur in “wegschmeissen”, “vielleicht aufheben” und “auf jeden Fall aufheben” getrennt hat. Aus diesen drei - für die Recherche äußerst ungeeigneten - Stapeln wurden jetzt 5 Ordner mit allen Kontoauszügen, Kreditkartenabrechungen, Telefonrechnungen, Finanzamtsunterlagen, Krankenkassenbelegen und was sich sonst noch so alles angehäft hat. In einem Anflug von Pedanterie habe ich auch innerhalb der einzelnen Kategorien alles chronologisch geordnet und mit Einlegeblättern getrennt.
Ein schöner Nebeneffekt dabei waren, daß ich Zahnarztrechnungen gefunden habe, die ich noch ganze 2 Monate lang bei meiner Zusatzversicherung einreichen kann, bevor die mir nichts mehr davon erstatten. Ausserdem ist das Gefühl, endlich am Boden der Zettelstapel angelangt zu sein unglaublich aufbauend.
Dass ich den Stapel wohl nie gemischt habe und brav immer nur oben drauf lege habe ich dann daran gemerkt, dass zu unterst der Mietvertrag für meine aktuelle Wohnung lag – das erleichterte auch die kriminalistische Frage, wann ich denn zum letzten Mal einsortiert habe :-).
Im “Herbstdepressionen durch Aktivismus bekämpfen”-Projekt ging es dann weiter mit all den typischen Kleinigkeiten in und an der Wohnung die zwar eigentlich keine Zeit brauchen, die man aber solange vor sich herschiebt, bis man komplett vergessen hat, dass man ja was tun wollte. So habe ich jetzt wieder auf jeder Seite des Bettes eine funktionierende Nachttischlampe und kann mich beim Lesen wieder umdrehen…
Alles in Allem kann ich solche Aufräwochen jedem empfehlen. Durch das ordnen der Umgebung ordnet man auch seinen Geist - zumindest ich habe das bei mir bemerkt. Auch das Glücksgefühl, wenn man die gefüllten Ordner im Schrank sieht oder auch mal die andere Lampe im Schlafzimmer anmacht ist schwer zu erklären und kommt wohl weniger vom Bewältigen der Aufgaben sondern vielmehr von der Freude daüber, endlich mal den Arsch hochgekriegt zu haben und sie auch anzugehen.
So. Genug Lebensphilosophie :-). Auf mein Blog hatte das natürlich auch Auswirkungen, so kann ich endlich mit einem RSS-Feed aufwarten (sogar mit 1.0 und 2.0er Format). Einfach unten auf die entsprechenden Icons klicken oder im Opera rechts auf das blaue [RSS] in der Titelzeile, dann müsst Ihr nicht mehr sechs Wochen lang vergeblich nachschauen, ob’s denn schon was neues gibt.
Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).
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