Es lebe die Camera Zwo
Geschrieben um 16:30 von Martin.

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Hier ein wohl bald historisches Bild aus der Futterstraße, wo bis zu diesem Mittwoch das Scalakino stand.

Früher(TM), als noch alles besser war, gab es neben dem UT und Passagekino auch noch die Camera an der Berliner Promenade und das Scala hatte noch ein normales Programm. Als das Cinestar anfing zu bauen, beschlossen die Saarkinos (die sich jetzt schmissig Citykinos nennen), dass sie lieber ihr Geschäft konzentrieren, bevor sie durch die Öffnung des neuen Kommerzpalastes dazu gezwungen werden. Also schloß man mit der Camera ein alt eingesessenes Gildekino, renovierte ein paar Säle in den anderen Kinos und machte aus dem Scala ein “One-Dollar-House” (wie Stuby es in dem neuen Filmhausprospekt bezeichnet).

Auch wenn es am Anfang so aussah, als wären diese Entscheidungen von Erfolg gekrönt, haben die Citykinos mit der Existenz zu kämpfen und in diesem Dezember einen weiteren Strategiewechsel vorgenommen um dem drohenen Schicksal, weitere Säle schliessen zu müssen zu entgehen: Die Camera wird wieder auferstehen. Und zwar in den Räumlichkeiten des Scalakinos, das deswegen gestern schloss und schon richtig bald, nämlich am 5. Januar.

Was mich vor allem daran freut, ist dass ich mit der Menge meiner Kinobesuche das Scala mit seinem bisherigen Konzept wenig nutzen konnte, hatte ich doch die Filme, die mich dort interessierten meistens schon gesehen. Die Camera widerum war in den ersten Jahren meines Studiums eins meiner Lieblingskinos und man hatte die Chance, Arthousecinema zu sehen ohne an die teilweise sehr kurzen Laufzeiten des Filmhauses gebunden sein (welches trotzdem seitdem zum Kino der Wahl avancierte).

Ein weiterer Punkt ist, dass ich bei der Schliessung des ersten Camera-Kinos in der letzten Vorstellung war und die beiden Leuchtstoffreklamen, die zu den einzelnen Kinosälen führten ergattern konnte. Anfangs noch ein Kultobjekt passiert es jetzt immer häufiger, dass Leute gar nicht mehr wissen, warum dieser Mittelpunkt unserer Flurbeleuchtung so toll ist. Insofern ist es gar nicht schlecht, wenn jetzt ein Kino diesen Namens mit dem gleichen Logo wieder eröffnet :-).

Ein kurzer Kinorückblick darf natürlich nicht fehlen, wenn ich hier schon über die Kinolandschaft in Saarbrücken spreche; hier also meine Filme der letzten Zeit:

Das Haus in Irland – Schöne Schulzen-RomCom. Zwei Frauen, beide aus unterschiedlichen Gründen unzufrieden mit ihrem Leben tauschen für eine Zeit ihre Häuser und während die eine nach Amerika flüchtet sucht die andere einen Tapetenwechsel in Irland. Unvermeidlicherweise leben beide Frauen durch diesen Tausch auf und bringen neben dem eigenen auch noch mit Unterstützung der Freunde der anderen deren Leben in Ordnung. Das ganze gewürzt mit ein paar Plottwists und verzwickten Verweicklungen gibt einen soliden Film mit einem angenehm harmonischen Gefühl am Schluss.

Wo die Liebe hinfällt… basierend auf einem wahren Gerücht – Reifeprüfung, die wahre Geschichte. Frau aus Pasadena (Jennifer Aniston) glaubt, dass ihre Familie die Vorlage für Die Reifeprüfung war und recherchiert ihre Vergangenheit. Ganz nette RomCom, witzige Charaktere und vor allem eine erfrischende Shirley McLaine mit so unvergesslichen Sätzen wie (zu ihrerer Film-Enkelin Aniston, als diese verheult und mit Beziehungsproblemen vor der Tür steht) “Komm erstmal rein, ich setz ‘ne Kanne Bourbon auf”.

Narnia und King Kong hab’ leider noch nicht geschafft, vielleicht gibt’s dazu nach Weihnachten noch was.

Diese wunderschöne Überleitung nehme ich gerade mit und wünsche ein frohes und besinnliches Fest!

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Standupcomedy in der 19
Geschrieben um 09:08 von Martin.


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Der Unterschied zur normalen Standup Comedy war eigentlich nur, dass hier das Publikum stand und der Comedian saß - in diesem Fall hinter dem Lenkrad einer 19 Richtung Uni, die wie meistens um diese Zeit heillos überfüllt war.

Als wir an der Brauerstraße hielten und die hereinströmenden Massen ob der schlechten Platzausnutzung von uns glücklichen Schon-Drin-Stehern nicht mehr nachrutschen konnten ertönte statt des üblichen, unfreundlichen “Kenne se mo dorschgehn!” ein für diese Zeit angenehm humoristisches “Bitte durchgehen, vor der Tür steht die halbe Zukunft Deutschlands und möchte auch mitfahren”.

Während ich’s hier so niederschreibe merke ich, dass es sehr wahrscheinlich für Aussenstehende (No pun intended) nicht ganz so witzig ist und wohl unter den Begriff der Anekdote fällt; bekanntlicherweise definiert als “Ist genau dann witzig, wenn man dabei war”.

Aber - mit irgendwas muss ich das Blog ja füllen ;-).

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Mein neues Haustier
Geschrieben um 23:30 von Martin.


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Was Ihr auf dem Bild seht ist mein neues Haustier. Auf der Suche nach schönen Wallace&Gromit-Collectables im Aardman-Webshop habe ich lange gebraucht, um irgendetwas zu finden, woran man keine Schlüssel machen kann, das nicht an der Wand hängt und das trotzdem schön ist. Dieser Gromit ist nicht nur knuddelig, sondern hat auch eine Innenkonstruktion aus irgendwas festem, die ihn zum Fußstuhl macht, d.h. man kann ihn vor die Couch stellen und es sich bequem machen. Ob das bei dem weiss-beigen Fell (sehr schönes Plüsch übrigens) ratsam ist, ist eine andere Frage.

Zum Größenvergleich habe ich die DVD mit den 3 Wallace&Gromit-Kurzfilmen an sein Bein gestellt.

DVD ist auch eine tolle (ahem) Überleitung zu Kino: Ich habe wieder zwei Empfehlungen auszusprechen:

Wie im Himmel – Herzerwärmend. Schwedischer Film von 2004, letztes Jahr Oscar-Nominiert für besten fremdsprachigen Film, um einen erfolgreichen Dirigenten der, um seinem gestressten Leben zu entkommen in sein Geburtsdorf zieht und dort einen Kirchenchor leitet. Jeder, der in Chören singt oder sang oder singen will sollte unbedingt reingehen aber auch sonst ist der Film sehr empfehlenswert. Läuft noch diese Woche (bis zum 7.12.) im Filmhaus.

Saint Ralph – Erfrischend guter Film. Auch von 2004, diesmal aus Kanada. In den 50er Jahren trainiert ein unsportlicher 14jähriger Schüler einer katholischen Schule für den renomierten Bosten-Marathon um mit dem Wunder, das es wäre, wenn er gewänne seiner Todkranken Mutter zu helfen, die eben nur noch ein Wunder heilen kann. Der Film besticht durch eine witzige aber auch spannende Story, sehr gute Dialoge und Darsteller und einfach eine gute Gesamtaufmachung – ganz ohne teuere Tricks oder grosse Namen. Sehr sehenswert und läuft ab 29.12. (bis wohl in den Januar hinein) im Filmhaus.

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Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).

Martin Gisch - Großherzog-Friedrich-Str. 70 - 66121 Saarbrücken

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