Vor ungefähr zwanzig Jahren rief mich kurz nach Weihnachten mein damaliger bester Freund aus der Grundschule ganz aufgeregt an er hätte jetzt Sillitschendofselda für seinen Nintendo was ich mir unbedingt ansehen müsse. In den nächsten Wochen und Monaten waren wir sobald’s dunkel oder nass draussen war also vor seinem 45cm Fernseher und haben auf der 8bit Konsole Hyrule von Ganons befreit und als Link gleich mehrfach Prinzessin Zelda gerettet. Obwohl ihm die Konsole und das Spiel gehörten war die Abmachung klar, nur zusammen daran weiterzuspielen und auch die Aufgabenteilung stand schnell fest: Er spielt, ich dirigiere. So haben wir das Action-Adventure gleichmässig aufgeteilt und ich konnte mit Aussagen wie “geh da mal hoch und mach die Stalfos alle platt” die ganzen anstrengenden Kämpfe überspringen.
Auch die nächsten beiden Teile - die wir inzischen auch besser aussprechen konnten - wurden in gleicher Manier bezwungen und seit der Zeit hat mich bis auf meinen nachkomponierten “Item im Dungeon entdeckt”-SMS-Ton Zelda in Ruhe gelassen. Das hat sich dann Anfang diesen Jahres radikal geändert als sich die Berichte über Nintendos neue Spielekonsole (damals noch Revolution) mehrten. Die Kombination aus “Ich wollte ja immer mal wieder Zelda spielen”, “Die Steuerung sieht ja echt cool aus” und “schliesslich hab’ ich ja noch nie eine Spielekonsole besessen” war dann auch bald zu einer konkreten Kaufentscheidung geworden, der aber noch ein Test bevorstand:
Ich wollte mir sicher sein, hier keinem Spleen aufzusitzen, mir eine Konsole ins Wohnzimmer zu stellen und dann nach zwei Tagen die Lust zu verlieren. Also war schnell ein alter SNES-Controller zum Anschluss an den PC als “Testinvestition” angeschafft und ich habe Zelda 3 - A Link to the Past komplett auf dem SNES-Emulator durchgespielt. Was ich allerdings feststellen musste ist, dass es doch deutlich anstrengender ist, wenn man sich selber um die Monster kümmern muss und nicht einfach zu Frank sagen kann “mach die mal platt” :-). Da mich die schlechte Grafik und Auflösung des SNES schon nicht abschreckten hab’ ich die Unkenrufe über die Nicht-ganz-State-of-the-art-Grafik der Wii geflissentlich ignoriert und dem Releasetag entgegengefiebert.
Mehr aus Spaß an dem Gesamterlebnis hab’ ich mich also morgens um 9 vor dem Saturn eingefunden und war erleichtert auch noch 10-20 andere Verrückte zu treffen hatte aber immer noch nicht geglaubt, dass es wirklich notwendig wäre hier zu sein. Als dann um kurz vor 10 die Pforten öffneten und die inzwischen ca. 40 Leute reinstürmten hielt mich ein Sicherheitsbeamter auf damit ich meinen Rucksack ins Schliessfach sperre… Immer noch locker tat ich das ging (inzwischen eher als einer der Letzten) hoch zur Videospielabteilung und bekam auf die Frage wo die Wiis denn wären nur ein “Da hinten haben sie gestanden”. Panik. So hatte ich mir das ja nicht vorgestellt. Während ich gerade dabei war über den Sicherheitsbeamten zu lamentieren (nicht, dass es was nutzen würde, wenn die Geräte weg sind) kam aber glücklicherweise von der Kasse noch zwei Geräte hoch, die eine ältere Frau ihren Enkeln mitbringen wollte und dann unten an der “nur eins pro Person”-Regel gescheitert ist. Ein beherzter Spurt, ein Griff, miir. So stand ich dann mit Wii und Zelda und zusätzlicher Remote um zehn nach zehn vorm Saturn und fühlte mich sogar besser als damals mit dem ersten Zelda weil - diesmal war’s auch meins!
Nach den ersten Akklimatisierungsübungen mit der Fernbedienung im Tennis, Bowling, Billard und Laserhockey konnte ich dann endlich wieder Link sein und nebst Pferd durch die Ebenen von Hyrule streifen (auch wenn man am Anfang erstmal Ziegen zusammentreiben muss bevor man irgendwo sonst hin darf). Das einzig blöde war - 42”-Plasma und dann nur ein Compositeausgang? Das muss besser gehen. YUV-Kabel kämen “nächste Woche” meinte der Saturn. Ein erneuter Anruf gab dann aber die befürchtete Zusatzinformation, dass dies nur ein vorläufiger Termin sei und noch nichtmal Endpreise feststünden. In allen einschlägigen Webshops das gleiche: Liefertermin N.A.. Beim googlen nach irgendwelchen Informationen stiess ich auf eine kranke Seite eines Gamerforums, die in USA schon YUV-Kabel hatten und die Pinbelegung des Geräteseitigigen Steckers rausgefunden hatten. Nach anfänglichem “Ich kann ja auch warten” hat mich die verschwommene Grafik immer mehr genervt und der Bastelaufwand immer mehr gereizt, also statt für 30 EUR zu Saturn lieber für 3,49 EUR zum Conrad und Bananenklemmen gekauft. Eine Stunde, diverse kaputte Büroklammern und einen Garantieverlust später stand endlich ein klares Bild bei 480p und seitdem macht sich auch das grosse Display bezahlt. Einzig die Gesamtanmutung der offenen Verkabelung lässt noch zu wünschen übrig aber ich trau’ mich nicht, was dran zu machen bevor ich wieder Rot oder Grün verliere wie beim Testen…
Mit allen Informationen über den Weg dahin auch noch einen kurzen Kommentar zu “Twilight Princess” (so der Name des neuesten Zelda-Teils): Superschön. Die Welt macht Spass, die Dungeons sind angenehm ansteigend in der Schwierigkeit und die Dichte der Nebenplots macht Spass. Einfach mal sich ein Kanu mieten und auf den See fahren zum Angeln und dabei die Auswahl an verschiedenen Ködern und Haken zu haben obwohl das Fangen von Fischen keine Auswirkung auf die Hauptstoryline hat ist schon cool.
Auf dem Bild seht Ihr den aktuellen Aufbau: Links oben Link (auf dem Bild ohne Text sieht man auch mehr als seine Füße), rechts unten die Wii von hinten und das Kabelgekröse mit dem ich für besseres Signal sorge und ganz links die rechte Ecke der mitgelieferten “Sensorleiste”, die man besser “Aktorleiste” genannt hätte, da sie nur per IR-LEDs ein Signal ausstrahlt, welches von der Fernbedienung dann aufgenommen und zur räumlichen Verortung benutzt wird. Den hellen roten Punkt sieht man nur mit der Handykamera – für das menschliche Auge ist sie freundlicherweise einfach nur schwarz.
Die Traumhochzeit um die es geht war die von Miriam und Philip, für die ich mit Weiny zusammen die Hochzeitszeitung gemacht habe. Das Bild ist logischerweise auch etwas älter, aber sollte vor der Hochzeit ja noch nicht online gehen (die am 3. Dezember war, wobei die Zeitung schon Ende November Richtung Druckerei ging). Es dokumentiert schön welches Chaos man sich in der Wohnung schafft wenn man 16 Seiten layouten will und gar nicht weiss, wo zwischen Scanner, Drucker, Korrekturfahnen und Babybildern man noch sich selber und seine Tasse Kaffee hinstellen will.
Aber soviel zum Aufhänger - die Hochzeitsfeier war wunderschön (sie haben auch beide “Ja” gesagt). Das Essen war toll, das Ambiente klasse und trotz der formellen Gelegenheit war es ein erfreulich lockeres und unkompliziertes Fest.
Da ich mich auf unseren hervorragenden Plätzen zu Füssen der Vortragenden nicht mit dem Handy knipsend zeigen wollte wird der doppelte Konzertrückblick mit den erworbenen Schätzen graphisch eingeleitet. Drei CDs von zwei tollen Bands, die beide aus Hoöland kommen, ohne Instrumente singen und gestern und vorgestern im Pantheon in Bonn anlässlich des A-Cappella-Festivals auftraten.
Jan, Alina, Mario und ich waren dort und hatten zwei sehr angenehme Konzerte. Die Gruppe am Samstag hiess Rock 4, waren zu viert und haben unter dem Motto “Timeless” einen Abend mit A Cappella Arrangements bekannter Lieder aus den letzten Jahrzehnten gestaltet. Dabei waren Hits von Queen bis Alan Parsons und mein Herz hatten sie als sie mit Fool’s Overture eine meiner Lieblings Supertramp Nummern sangen. Technisch atemberaubend, wenn auch nicht immer völlig rein in der Intonation, aber das kann auch an dem kaputten In-Ohr-Monitor des einen gelegen haben; auf den CDs, die auch allesamt Liveaufnahmen sind, ist’s sauberer.
Der zweite Abend bescherte uns Montezuma’s Revenge, die mit einem Mann mehr ebenfalls ein Cover- und Medleyprogramm vorstellten. Was hier fasziniert hat ist, wie man bei der Bühnenshow, die da geliefert wurde noch so sauber singen kann. Von Slapstick bis zur menschlichen Pyramide, von Zaubertricks bis zur Revuehommage komplett mit weisser Federboa und dem Gang über die umfallende Stuhllehne war alles dabei. Die Liederauswahl war der Bühnenakrobatik angepasst und beinhaltete neben balladigerem wie Beautiful auch tanzbareres wie Aisha oder einem Medley aus u.a. Murder on the dancefloor. Ein Stück beinhaltete sogar Handpuppen, die sie als ihre Söhne vorstellten und den einen für ein Lied kurz in Alinas Obhut gaben - wenn man auch unbedingt in der ersten Reihe sitzen will…:-). Das Mädel einen Tisch weiter wurde dann aber mit einem Liebeslied bedacht an dessen Ende die ganze Band bei ihr war und einer sogar auf ihrem Schoss sass - da hatten wir Glück mit nur einer Handpuppe.
Alles in allem schöne Musik und im Gegensatz zu Wise Guys und Basta, deren Musik ich bisher eher mit A Cappella verband waren das hier eher “ernste” Konzerte mit wenig Ansagen, wenig Publikumsgags und dafür musikalisch anspruchsvolleren Arrangements. Hören werd ich wohl beide Arten weiter und kann für die beiden jetzt neu kennengelernten Bands nur eine klare Empfehlung aussprechen: Anhören und -sehen wenn man die Chance hat!
Naja, in dem Fall wohl eher “Onkel, wir danken Dir” aber nachdem ich mich schon nicht überwinden konnte, die Jungs vom Klaviertransport mit diesen Worten zu begrüssen (was bestimmt noch nie jemand gemacht hat) müsst Ihr drunter leiden. Nach Anderthalb Jahren seit zum ersten Mal die Idee im Raum stand mein Wohnzimmer mit einem Klavier - damals das meiner Tante - zu verschönernist es jetzt - auch wenn’s ein anderes Klavier ist endlich Wirklichkeit. Der nette Nebeneffekt war, dass ich dadurch innerhalb der letzten 9 Monate mein Zimmer komplett umgebaut habe um dem “Baby” Platz zu schaffen. Ich weiss jetzt was man unter Netzbautreib versteht ;-).
Noch nichtmal sehr verstimmt ist’s und auch wenn der 1,05m Korpus in den 3,60m Raumhöhe etwas verloren wirkt klingt es in dem grossen Raum fast schon zu gut - ich warte auf die ersten Klagen der anderen Parteien im Haus. Der Nachteil gegenüber einem Digitalen Instrument ist halt, dass ich kaum Abends spielen werde und wann ausser am Wochenende bin ich schonmal vor 22h zu Hause (und ob man um neun noch spielen sollte sei auch dahingestellt).
Nicht vor zehn zu Hause war ich auch (Vorsicht schlechte Überleitung) am letzten Mittwoch als im Sneak Step Up lief, ein sehr vorrausschaubarer Junge-aus-Ghetto-putzt-in-Musikakadenie-und-tanzt-am-Schluss-im-Rahmen-der- Abschlussarbeit-seiner-neuen-Freundin-aus-gutem-Hause-so-gut-dass-er-ein-Stipendium-bekommt-Film. Muss man sonst gar nix zu sagen :-).
In Deutschland - Ein Sommermärchen war ich am Wochenende. Schöner Film, aber nichts wirklich weltbewegendes. Er hat die Stimmung schön eingefangen - man durchlebt alle Hochs und Tiefs wiederwie während der WM. Was ich seltsam fand ist, wieviel Wortmann an Wissen voraussetzt und damit den Film nur für Leute interessant macht, die die WM auch verfolgt haben. Beispielsweise sind nie Namen der Interviewten eingeblendet und viele Ereignisse werden kommentiert ohne dass sie vorher eingeführt wurden.
So. Das war mein vierter und bisher längster mobil geschriebener Artikel und ich schlaf dann mal und träum von dem Klavier.
Heute konnte ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und ausnutzen, dass die Buchmesse zu unseren Kunden gehört. So bin ich dann gestern mit zum Aufbauen helfen, hab heute morgen noch die erste Supportwelle unterstützt und mich um eins zur Pressekonferenz anlässlich der Eröffnunf der Bone Worldtour abgesetzt.
Jeff Smith war dazu in Frankfurt, hat seine Farbversion der Boneserie vorgestellt und danach Bücher signiert (siehe Bild). Mit dabei war eine Ausstellung mit schönen Prints von Skizzen und Vorversionen.
Auf der Messe hab ich dann wieder gemerkt, dass ich doch feige bin: Mit Jeff Smith zu sprechen und ihn signieren zu lassen war kein Problem - er war ja auch deswegen da. Aber zwei andere Comicautoren, die ich im Publikum sah, die aber privat da waren hab ich mich nicht getraut anzusprechen, was dazu führt, dass ich jetzt kein Autogramm von Joschka Sauer und Ralf König habe…
Heute hab ich mein erstes Paket in der DHL Packstation abgeholt. Sehr schöne Sache, das. Statt heute Abend eine Karte zu finden - wenn sie denn nicht im Wochenspiegelstapel gelandet wäre und mich nie erreicht hätte - und diese dann “am nächsten Werktag aber nicht vor 10” abzuholen und in der Post in der Schlange zu stehen, stattdessen hab ich eine SMS bekommen, mein Paket wäre da, und konnte es gerade noch vor der Arbeit abholen gehen.
So sehen gute Geschäftsideen aus!
Der Kinorundblick hat heute einen Lichtblick zu bieten: Wir waren am Wochenende in Das Parfum. Guter Film, gute Verfilmung. Die Bilder entsprachen spgar in vielen Szenen dem Film, den ich im Kopf beim Lesen drehte. Dem Hauptdarsteller mag zwar die Hässlichkeit des Buch-Grenouilles fehlen, aber er macht das durch sein Spiel mehr als wett und stellt die fehlende soziale Kompetenz glaubhaft dar. Mein Tipp: reingehen!
Eine Schlussbemerkung noch: das ist jetzt der zweite komplett mobil erstellt Eintrag, begonnen mit dem Bild an der Hauptpost und gerade beendet während ich am werdenden Plus im Meerwiesertalweg vorbeifahre. Hatte ich schon erwähnt, dass das Handy toll ist :-).
Heute habe ich gelernt wieviel Müll 16 Bluetoothsticks machen die man problemlos auch in einer Zigarettenschachtel oder 2 unterbrächte. Aber nachdem ich auch schon half 60 PDAs auszupacken und danach auf allen erstmal die nicht überspringbare “Wie bediene ich mein Pocket-Outlook”-Übung durchführte bin ich repititive Arbeiten gewöhnt.
Im Sneak kam Du, ich und der Andere. Finger weg - ist ziemlich unnötig.
Das hier ist übrigens der erste Eintrag, der komplett auf dem neuen Handy entstand und mit der alphanumerischen Tastatur zum tippen und UMTS zum senden macht’s auch keine Mühe. Bald also wieder mehr Einträge.
Das heutige Bild zeigt den Anfang des Endes des Umbaus der Mensa (der Uni des Saarlandes). Für die Ortskundigen: unten im Bild der blaue Streifen war früher einmal die Theke vom Wahlessen 2 und der gezeigt Bereich geht in die ehemalige Küche hinein. Dort finden sich jetzt unzählige Beilagen, ein Tellergericht und in der Mitte eine Salatbar (leider mit gewogenem Salat…). Das ganze in einer Atmosphäre, die einen auf Ansagen warten lässt, wann den welcher Flug an welchem Gate geht und der eigentlich nur noch etwas ged|ampfte Loungemusik fehlt. Man ist gespannt auf mehr und vor allem auf den Tag, an dem unter “Heute frisch vom Grill (Preise pro 100g)” endlich auch mal was steht :-).
Irgendwie kann man nicht ein Quartal lang nicht bloggen und die Pause dann nicht thematisieren, aber ich habe weder Lust gehabt, jede Woche eine “bald schreib ich was, ehrlich!”-Nachricht online zu stellen und wollte aber auch nicht warten, bis ich Zeit und Muße habe, einen Artikel der in der Länge zu der Pause passt zu verfassen. Hier also ein Zwischending: Es gibt was aktuelles und trotzdem noch einen Überblick.
Das Segeln dieses Jahr war sehr schön und entspannend, Bilder und etwas mehr Inhalt gibt es bei Wolfgang im Blog (der lieber selber schrieb, als auf mich zu warten und zu verlinken, womit er ja auch Recht behielt).
Im Kino war ich selten genug, herauszuheben sind die beiden Extreme: Kuckt Euch M.Night Schamamlayayalallahnyahns “Lady in the Water” an, der hat mir sehr gut gefallen und Finger weg von “Wie sehr liebst Du mich?”, der glaube ich zu intellektuell für mich war.
Neue Technik gibt’s hier auch bald zu bewundern, ich hab’ endlich wieder ein frisches Handy (Nokia E70), von dem aus ich Zukunft bloggen werde, dann gibt’s vielleicht auch öfter kleinere Beiträge sobald ich den Emailclient richtig eingerichtet habe. Das Handy hat nämlich alle Bestandteile meines bisherigen Sets (Palm+Tastatur+Handy) schon in sich drin und auch wenn’s genügend fertige MoBlog u.ä. Schnittstellen dafür gibt muss ich das natürlich alles selber bosseln und dafür hab’ ich im Moment einfach zu wenig Zeit.
Zeit ist eine gute Überleitung - davon hab’ ich nämlich eigentlich gar keine im Moment, aber bevor ich meine (wenn überhaupt noch vorhandenen) Leser vollends durch Inaktivität verjage soll dies ein kurzes Lebenszeichen mit der Bitte um Nachsicht und dem Geloben der Besserung (i.e. höhere Frequenz, bald, ehrlich :-)).
Man dachte ja schon nachdem die Deutschen ihren Sieg über Ecuador feierten, dass da kaum Steigerung möglich wäre, wenn wir denn erstmal Weltmeister sind, aber was die Italiener gestern in Saarbrücken gemacht haben belehrt eines besseren. Irgendwie ist das Feiern der Deutschen zwar ausgelassen und euphorisch aber der Deutsche hält sich im Autokorso immer noch an die Verkehrsregeln was nicht wirklich der Art der Italiener entspricht.
Zwischen sieben und acht Uhr war die Wilhelm-Heinrich-Brücke (siehe Bild links, aufgenommen von der Taxischleife vorm UT) gefüllt mit ausgelassenen Italienern, wild Fahnen schwenkend und ihre mitten auf der Brücke geparkten Autos völlig ignorierend – wer mag auch schon weiterfahren wenn’s doch hier gerade so schön ist. Die Schlange staute sich zurück bis zum Haus der Zukunft, bunt gemischt aus deutlich genervt kuckenden Fussballmuffeln oder Tschechenfans und ebenfalls vielen Italienern die, wenn sie genervt waren, dann nur darüber, nicht weiter vorne bei ihren Landsmännern und -frauen zu stehen.
Die Busspur war (siehe das Bild unten) dicht an dicht gefüllt bis hoch zum Beethovenplatz und an den drei 19’ern, die man sah konnte gut die Zeit ablesen, die der Stau schon bestand. Die eben noch für ihren Fahrstil gelobten Deutschen können eins leider nicht gut: Vor Kreuzungen warten, was hier dann zum Verhängnis wurde, da sowohl die Kreuzung an der Kaiserstrasse als auch die am Haus der Zukunft durch “ich fahr schonmal vor bei grün”-Versuche, die natürlich auch nicht weiterkamen nun auch in der Orthogonalen gesperrt waren…
Alles in allem ein schönes Chaos, in dem man als Fussgänger problemlos noch Vorwärts kam, wenn man davon absah, dass beim Strasseüberqueren immer wieder Autos direktneben einem Hupen und “Italia” schreien :-)
Da ich zu allem, was ich gerne schreiben würde vergesse Bilder zu machen gibt’s erstmal ein paar vom Bild losgelöste Zeilen:
Die versprochenen Bilder aus Heiligenbösch zum Beispiel sind hier nicht, Yasuo hat ungefähr 800 oder so gemacht, da wollte ich nicht noch mit dem Handy versuchen hinterherzukommen. Ein kurioses Bild hatte ich noch von einem Baum gemacht, dessen komplette Blätter von kleinen, roten, länglichen Dingen besetzt waren und hätte ein Suchbild angeboten, aber Silke hat sie schon per Google als eine Gallwespenart identifiziert und die Bilder aus der Wikipedia unterscheiden sich von meinen auch nur durch die dort vorhandene Schärfe… ALso keine Bilder, aber das Wochenende war trotzdem sehr schön :-).
Der Untertitel zeigt ein verlorenes Match gegen die WM an. Vor dem ersten Spiel dachte ich noch, dass mich das ja alles nicht interessiert und war genervt von dem ganzen Hype. Aber die WM hat geschafft wie ein schlechter Sommerhit durch stetes Tropfen den Stein zu höhlen und mich in einem kurzen Moment der Selbsterkenntnis erschrecken lassen als ich als bezeichneter Fussballkuckmuffel Mittwoch mit Trikot, Fahne und Schwarz-rot-goldenen Streifen im Gesicht beim “Public” Viewing in Sigis Garten sass. Bilder davon gibt’s dann hoffentlich wirklich bald mal – sind ja noch mehr Spiele.
Was ihr auf dem Bild von heute seht, ist eine riesige Menge von PET-Deckeln nebst meinem Schatten. Der Haufen ist letzter Zeuge des Versuchs auf dem Gelände der alten Zeche in vVon der Heydt eine Recyclingfirma zu etablieren. Dort war ich an einem der (inzwischen endlich regelmäßiger kommenden) schönen Sonnentage mit Andreas und seinem Hund unterwegs, der dort in der Nähe im Zwinger ihres zukünftigen Hauses wohnt. Das Gelände der Zeche hat mich wieder mal ärgern lassen, keine hochauflösende Kamera im Handy zu haben, dort hätte es sich echt gelohnt. Ein paar Bilder (wenn auch teilweise unscharf und schlecht aufgelöst) musste ich dann doch mit dem Handy schiessen:
Das Bild ist Samstag mittag kurz vor fünf entstanden, als der Sturm schon über Saarbrücken gezogen war. Eine halbe Stunde vorher hatte ich erbsengrossen Hagel am Bahnhof in einer Geschwindigkeit, dass der Boden weiss war bevor es wegschmelzen konnte (immerhin haben wir Ende Mai..). Als ich dann zurückfuhr regnete es immer noch stark und an der Johanneskirche stand das Wasser in der Saarbahnhaltestelle und die Saarbahn fuhr durch die Flut. Die anderen Saarbahnhaltestellen sahen ähnlich schlimm aus, aber an der Johanneskirche musste ich dann doch mal ein Bild schiessen.
Für eines war der Sturm gut: Ich hab’ mal wieder ein Bild für’s Blog :-). In den letzten drei Wochen war an herausragendem Event die Taufe von Jonah zu verzeichenen, bei dem ich Pate wurde (Der kleine war sogar schonmal im Blog, als ich seine Mutter wegen ihres Multitaskings lobte). Irgendwie war die Feier so schön und vor allem auch so gut fotografisch dokumentiert, dass ich selber keine Handybilder schoss, deshalb hier nur die Kurzmitteilung.
Wenn nicht was in der Firma dazwischengekommen wäre hätte es jetzt auch Bilder aus Hamburg geben können, das ich eigentlich über das letzte Wochenende besuchen wollte (genauergesagt Rainer und Manuel die dort wohnen), aber dafür gibt’s nächste Woche Bilder aus Heiligenbösch wo wir mit dem Chor über Christi Himmelfahren hinfahren.
Kino darf nicht fehlen, auch wenn’s in letzter Zeit fast nur für’s Sneak reicht:
16 Blocks - Spannend. Interessanter Thriller mit Bruce Willis und Mos Def. Nichts herausragendes aber sehr gut anschaubar.
Deine, Meine und Unsere - Unnötig. Remake einer Familiencomedy. Ein paar gute Gags aber zu schmalzig im Abgang.
Tsotsi - Beklemmend. Diesjähriger Gewinner des Fremdsprachenoscars. Wird häufig mit City of God verglichen, auch wenn die Handlung hier in die Slums von Johannisburg verlegt wurde, wobei ich City of God besser fand.
Silent Hill - Grau. Videospieladaption, die ich anfangs ganz gut fand von den Horroreffekten und der Optik, der gegen Schluss meiner Meinung nach zu abgedreht und erklärungslastig wird und dadurch seinen Horror verliert. Soll sehr nah am Spiel sein (auch von Musik und Kameraperspektiven), kann ich aber nicht beurteilen.
C.R.A.Z.Y. - Cool. Coming-of-age / Coming-out / 70er/80er - Drama/Comedy aus Canada. Stellenweise ein wenig langatmig aber ein schöner und oft leicht surrealer Film über das Aufwachsen eines kanadischen Jungen, der an Weihnachten 1960 geboren wurde.
Heute ein Beitrag zur Berichterstattung eines schönen rautavistischen Experimentes zur Herstellung von Sambucca ohne Alkohol. Der seltsame Untertitel sagt auch genau nur das aus - “Sambucca con mosca” heisst der Sambucca wenn er “mit Mücke”, sprich mit Kaffeebohnen getrunken wird, aber die haben wir dann auch weggelassen.
Initiiert wurde das Experiment von den beiden (laut Wikipedia) berühmten Rautavistikern Peter “..pan” Rullmann und Christoph “Herr” Stahl (ersteren sieht man unten mit Krone am Fahrad, aufgenommen nach der Party von letzterem, dessen Küche auch für das Experiment herhalten musste).
Hier die Anleitung für’s Nachmixen: Man nehme ein Glas Sambucca, zünde den Alkohol an und stelle das Glas schräg (am besten an einer Herdplatte oder etwas anderem feuerfesten), damit Sauerstoff nachkommen kann und brenne den Alkohol ganz aus. Ein guter Indikator für die etwa 50%ige Vernichtung des Alkohols ist das Zerspringen des Glases (im Bild schon passiert was man an dem charakteristischen, gezackten Rand des Glases sieht. Eine kleine Randbemerkung: Um den Geschmack der Glasscherben nicht im Endprodukt zu haben sollte das abgekühlte Sambuccakonzentrat durch einen Aromafilter gegossen werden.
Damit das ganz jetzt nicht zu süß wird sollte die Menge Alkohol, die verbrannte (40%) durch Wasser wieder aufgefüllt werden. Das Resultat kann “on the Rocks” genossen werden.
Der Geschmack ist leicht ölig und sehr intensiv nach Anis und Zucker. Weitere Tests mit zusätzlicher Verdünnung oder feuerfesten Gefässen stehen noch aus.
Hier zum Abschluss das Bild des Ideengebers - zu seiner Entschuldigung sei anzumerken, dass die Party eine Kostümparty war und er (zumindest meines Wissens nach) sonst nicht um halb fünf mit Krone auf dem Rad durch Saarbrücken unterwegs ist.
Auf dem Bild ein Blick von Bonn aus in die Kölner Bucht, aufgenommen am Dienstag nach Ostern vom Maria-Hilf Kloster in Endenich. Im Vordergrund Bonn und am Horizont die Skyline von Bonn. Die 3-4 Pixel im Inneren des roten Eis (die Form ist als Hommage an das Osterwochenende gedacht dessen Abschluss der Nachmittag in Bonn war an dem das Bild enstand) sieht man den Kölner Dom. In Natura kann man ihn sogar erkennen aber optischen Zoom hat mein Handy leider noch nicht.
Das Wochenende davor war ich Jan und Alina in Siegburg besuchen, wo wir 3 sehr stressfreie Tage mit Spielen, Essen, Schlafen und DVD-Kucken verbracht haben, einzig unterbrochen von einem Basta-Konzert im Pantheon in Bonn (daraus erschliesst sich dann auch der Titel des Eintrags). Das Konzert war richtig klasse, wie bei den Wise Guys gefiel mir Basta vorher von CD nicht unbedingt, aber dieser Liveauftritt hat das deutlich verändert und ihm werden auf jeden Fall noch weitere Konzertbesuche folgen. Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass ich zum ersten Mal seit langem nochmal 4 Siedlerspiele an zwei Tagen gespielt habe und zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder Scotland Yard (Siedler war besser).
Da ein Hauptziel des Wochenendes war, es stressfrei zu verbringen ist auch sonst nichts erwähnenswertes passiert - ich war Dienstag noch einen alten Schulfreund in Bonn besuchen und wir sind wegen der Aussicht auf den eben schon erwähnten Berg spaziert.
Im Sneak ist im Moment die Zeit der Fortsetzungen, und nachdem ich im letzten Eintrag schon nichts zu Basic Instinct 2 sagen wollte geht mir das jetzt mit Big Mamma’s House 2 und Final Destination 3 nicht anders (wir scheinen übrigens für beide Serien ein Abo zu haben und hoffen jetzt, dass es keine 3. resp. 4. Teile geben wird).
Demnächst gibt’s auch mal wieder besser belichtete, farbenfrohere Bilder – der Frühling scheint sich inzwischen doch entschieden zu haben noch zu kommen und führt neben Luftdruckskopfsumschwungskopfweh wenigstens auch für Sonnenschein.
Where troubles melt like lemon drops.
Das Bild ist von meinem Bürofenster aus gemacht (Momente, in denen man sich wünscht, mehr als 640x480 Pixel in Griffweite zu haben) und zeigt den schönsten Regenbogen, den ich je gesehen habe. Man sah den Nebenbogen deutlich und der Hauptbogen hatte sogar (auf dem Bild leider nicht gut zu erkennen) mehrere kleiner werdende Farbbögen drunter.
Dies zum Anlass nehmend, hier mal wieder ein kleiner Zwischenbericht, dem ich aber ausser dem Regenbogen nicht viel zufügen kann.
Mein Zimmer ist inzwischen nahezu fertig umgeräumt und Abnehmer für die alten Möbel sind auch gefunden, das einzige was stört sind die improvisierten Lösungen für die ich noch weitere Möbel kaufen oder Dinge festschrauben muss und die Angst, dass ich es nie tun werde (streng nach “Nichts hält besser als ein Provisorium”). Aber ich bin guter Dinge - immerhin werden die alten Möbel in denen noch Kruscht liegt bald neue Besitzer haben und dann bin ich auch gezwungen den Rest des Zimmers fertig zu machen. Bilder gibt’s dann auch mal irgendwann.
Wenn er schon auf mich linkt hier auch ein Link auf ein Blog, das Wolfgang (der bei mir mit ihm Chor singt und mit Segeln war) gestartet hat: Basscake. Hat im Zuge des Anfangsenthusiasmusses auch noch eine deutlich höhere Frequenz als mein Blog (und dabei spielt er Bass und sollte sich besser mit den tieferen Frequenzen auskennen ;-).
Aber bevor’s hier in schlechte Witze abgleitet schnell noch die Kinokurzkritiken:
Mord im Pfarrhaus – British. Eine schöne Sneaküberraschung, da der Film erst 4 Wochen später anlief. Rowan Atkinson spielt keinen Mr. Bean sondern einen eher zurückgezogenen Pfarrer und die eigentliche Handlung spielt zwischen Kristin Scott Thomas (seiner Frau) und Dame Maggie Smith (seiner neuen Haushälterin), die ein wenig unkonventionelle aber endgültige Methoden hat mit Störenfrieden wie dem Hund des Nachbarn umzugehen. Schwarze Komödie mit guten Schauspielern.
Brokeback Mountain – Wunderschön. Als ich vor inzwischen schon langer Zeit hörte, dass Ang Lee einen Film über zwei schwule Cowboys macht hab’ ich schon beschlossen reinzugehen, mir aber einen anderen Film vorgestellt als es jetzt wurde. Ich fand es auch toll, den Film trotz all des Medienrummels im Filmhaus sehen zu können in einem vollen Saal mit einem eher eindeutigen Publikum :-). Der Film ist eine Liebesgeschichte, die mit Ruhe und wunderschönen Bildern erzählt wird. Dass die beiden jetzt Männer sind ist zwar für viele Aspekte der Story aber nicht für die Gefühle wichtig - als Spartenfilm würde ich ihn nicht bezeichnen. Auf jeden Fall reingehen.
Capote – Beklemmend. Guter Film, macht aber nachdenklich, wie unbeteiligt Capote beim schreiben seines Tatsachenromans wirklich war. Verliert durch die Synchronisation, da ein entscheidender Teil des Darstelleroscars für Philip Seymour Hoffman auch seine Fistelstimme war.
V wie Vendetta – Cool. Comicverfilmung von den Matrix-Machern. Nach dem Film denkt man sich, warum die beiden nicht statt den enttäuschenden Matrix 2 und 3 lieber weitere Eigenständige Filme wie V gemacht haben. Der Film spricht sehr mit übertriebener Comicoptik und erzählt eine schöne Fabel für Demokratie und gegen totalitäre Systeme. Die Methodik, die V einsetzt und auch seine Motive sind nicht immer so hehr, aber der Grundtenor des Films, dass eine Idee stärker als Waffen ist positiv.
Basic Instinct 2 – Unnötig. Da kann und will ich fast nicht mehr zu sagen, ausser das es Sneak war (was mich entschuldigt, diesen Film hier überhaupt zu erwähnen)
Ronja Räubertochter – Zeitlos. Bei allem schlechtem über das Cinestar - sie zeigen ab und zu gute alte Filme. So konnte ich diesen ersten Film, den ich jemals im Kino gesehen habe (damals in der 2. oder 3. Klasse) schon weiter zweimal auf Grossleinwand sehen, dieses Mal mit meinem sechsjährigen Neffen und Patenkind.
Was Ihr seht (heute auch ohne Suchbild) ist ein Zwischenbild meiner Wohnzimmerumräumaktion. Zur linken ein (mittlerweile im Flur stehendes) altes Regal zur linken ein (mittlerweile fast komplett eingeräumtes) neues Regal. Inzwischen ist das Chaos größtenteils beseitigt, die Schrankwand steht und ist schon wieder mit allem Nippes belagert und der neue Fernseher verkabelt und eingeweiht. Solange ich den Tisch noch nicht aufbaue habe ich (unter Ausnutzung von Nicoles Couch) sogar halbwegs bequem Platz für 9 Leute, die gleichzeitig Oscar kucken können (haben wir Sonntag Nacht von eins bis halb sechs auch ausprobiert).
Da ich in den letzten Wochen ausser schlafen, arbeiten und IKEA-Möbel aufbauen nicht viel gemacht habe (von den paar Filmen auf dem neuen Fernseher mal abgesehen - aber so eine Anlage muss ja auch ausgiebig getestet werden wegen der Gewährleistung und so) gibt’s auch erst jetzt wieder einen Eintrag und dann auch noch einen ganz langweiligen. Aber naja, besser als nichts, hier wenigstens noch ein Kino-Roundup der letzten Wochen:
Im Sneak kam ein (so sagte man mir) ganz guter Film als ich nicht da war, nämlich Elementarteilchen, ansonsten war’s durchwachsen: Wir hatten eine Serie von zweiten Teilen, von denen ich insgesamt nur einen ersten Teil auch gesehen hatte…
Saw 2 – Stimmige Fortsetzung. Wer Saw 1 gemocht hat wird den hier auch mögen, ich fand beide unterhaltsam aber nicht herausragend.
Im Dutzen Billiger 2 – Steve Martin. Wer Steve Martin mag wird mehr lachen als ich, aber unterhaltsam war’s schon.
Underworld: Evolution – Gore-Vampir-Thriller. Story wird hoffentlich etwas weniger verworren, wenn man den ersten Teil gesehen hat, ansonsten ist der Film in der FSK16-Version bestimmt langweilig (das, was wir gesehen haben hat mit Sicherheit kein FSK16 bekommen), da der Gore-Anteil eigentlich den meisten Spass gemacht hat und für das Flair des Films gesorgt hat. Für das Genre ganz nett.
Matchpoint – Böse. Beziehungsdram mit etwas unvorhergesehenen Wendungen. Profunde Arbeit, aber vom Hocker gehauen hat’s mich nicht. Nette Ideen verwendet aber irgendwie hat der Film eine sehr seltsame Atmosphäre und bezieht nicht sehr klar Stellung zu den dargestellten Handlungen der Hauptakteure. Warum man gerade das Drehbuch hieran mit einer Oscarnominierung bedacht hat ist mir (um mich da Hans-Bjørn anzuschliessen) etwas schleierhaft.
78th Academy Award – Nachts. Um auch hierzu meinen Senf abzugeben: Ich fand den Host klasse (verständlich, witzig, nicht zu überzogen) und bin in großen Teilen auch mit den Entscheidungen der Akademie einverstanden. Gerade dass es keinen eindeutigen Sieger gab fand ich gut, sich zwischen L.A. Crash und Brokeback Mountain entscheiden zu müssen ist nicht leicht.
Heute gibt’s mal was neues, nämlich einen Versuch, die Leser (ja, Euch) zum Mitmachen zu bewegen. Immer wenn ich kein gutes Bild habe, das zum Artikel passt werd’ich irgendwas fotografieren, was in der Gegend rumsteht und Euch raten lassen, was oder wo das ist. Eine Tradition von Andis Blog, die ich hier einfach schamlos übernehme (also das mit den Keksen, nicht das Bilderraten).
Die Pause war leider nicht wegen dem Max-Ophüls-Preis-Filmfestivals, das vor zwei Wochen in Saarbrücken stattfand - da war ich selber nur zu zwei Preisträgerfilmen. Ich hätte zwar auch noch Zeit gehabt für ein paar andere Vorstellungen, aber für mich ist Ophüls eine “Ganz-oder-gar-nicht”-Angelegenheit, die ich dann lieber 2007 mit 5 Tagen Urlaub, einem Festivalpass, viel Vorplanung und ohne Schlaf wieder richtig durchziehe.
Kulturell war die Zeit trotzdem, wir haben am 27. Januar pünktlich zu Mozarts 250. Geburtstag sein Requiem gesungen (wie passend man das auch finden mag) und werden den heute und nächste Woche noch etwas aufpolieren um ihn am 18. und 19. Februar in Saarbrücken resp. Schifferstadt aufzuführen. Das Konzert in Saarbrücken ist am 18.2., 20 Uhr in der Neuapostolischen Kirche in der Scheidter Strasse.
Die Zeit zwischen der vorgezogenen Premiere zu Mozarts Geburtstag und den eigentlichen Auftritten in zwei Wochen verbrachten wir mit der Auffrischung des Magnificat von John Rutter, das wir im letzten Semester sangen und gerade gestern erneut aufgefuehrt haben – diesmal sogar mit Aufnahme. Mal gespannt wie sich das anhört, wenn man nicht mitsingt.
Auch wenn ich ein Sneak hab sausen lassen um ein Übungsblatt fertigzukriegen war ich mit den beiden Ophülsfilmen dann doch viermal im Kino seit dem letzten Eintrag. Hier die Kurzkritiken:
Between the Lines – Krasse Dokumentation. Und zwar über Hijras, Indiens “drittes Geschlecht”. So nenn sich dort Transsexuelle, die als Frau in einem Männerkörper geboren werden und ihr Leben mit Betteln und Prostitution bezahlen. Die Dokumentation war interessant, das erstaunlichste daran war aber, das gerade dieser Film den Preis der Schülerjury ergattern konnte.
Monscheinkinder – Wahnsinnig schön. Mädchen kümmert sich um ihren kleinen, totkranken Bruder indem sie ihm eine Phantasiewelt erschafft in dem die beiden als Astronauten unterwegs sind. Probleme kommen als mit ihrer ersten Liebe das Verhältnis zu ihrem Bruder schlechter wird. Wunderschöner Film, der die Phantasiewelt mit tollen Zeichentrick- / Computertrick-Sequenzen illustriert. Zu Recht Träger des Publikumspreises beim Max-Ophüls-Preis-Filmfestival.
Zathura – Jumanji im All. Ganz netter Kinderfilm à la Jumanji: Kinder sind alleine zu Hause, finden ein altes Spiel, fangen damit an und auf einm ist das ganze Haus nebst grosser Schwester im All. Die Story ist nett, die Effekt gut und die Charaktere auch stimmig. Musik ist Klasse (wenn auch stark bei Galaxy Quest abgekupfert).
Broken Flowers – Bill Murray pur. Habe geschafft, die letzte Vorstellung davon im Filmhaus mitzunehmen die freundlicherweise (obwohl anders im Programm ausgezeichnet) in Originalsprache mit Untertiteln war. Wobei Bill Murray deutlich mehr Zeit damit verbringt nichts zu tun als zu reden, das mit der Sprache waere also gar nicht so wichtig gewesen. Der Film ist ruhig und nett, aber wie Nadine schon schrieb, “Wenn der Film dann aus ist und man das Kino verlässt, nimmt man nichts mit.”
Erstmal ein frohes neues (Ahem) 2006!
Das Jahr fing ausgesprochen ruhig und erholsam in Ehningen bei Stuttgart an mit Wein, Kindern und Gesang (von allem viel). Wir hatten auch richtig schönen Schnee und waren (bis auf die Bahnstrecke neben dem Haus) sehr ruhig und abgeschieden in dem Haus. Alles in allem sehr entspannend. Wie idyllisch es war zeigt das rechte Bild.
Die Tage davor habe ich bei meinen Eltern verbracht mit Familienfeiern, Hausmusik und Spaziergängen (was das linke Bild zeigt). Die zugehörigen Abende und Nächte war ich in Birkenfeld mit einem Grossteil der Abijahrgänge um meinen herum und habe wieder mal genügend Lebensgeschichten gehört die ich dann bis nächstes Jahr wieder mit all den Leuten, die ich getroffen habe vermischen kann um jeden nochmal zu fragen wo er denn studiert und wie’s ihm so geht :-).
Wie man an den beiden Bildern sieht, war ich motiviert, dazu ausgedehnte Blogeinträge zu verfassen, aber irgendwie hat mich als ich von der Chorfreizeit zurückkam erstmal das Leben wieder eingeholt und mir zu wenig Zeit gelassen, angemessen lange zu texten. Bevor das mit diesem Argument jetzt nie was wird hier also ein wenigstens kurzer Eintrag.
Das Bild, welches den heutigen Eintrag ziert ist übrigens der Unterschenkel meiner Schwester, den sie sich kurz vor Silvester beim Schlittenfahren brach, was ihr einiges an Metall im Fuß und einen mehrwöchigen Urlaub samt Kind bei unseren Eltern einbrachte. Ich möchte mich, die Abstraktheit solcher Röntgenbilder bewundernd der Meinung ihres Freundes anschliessen, der sich freute, dass es noch kein Farbröntgen gibt.
Noch im letzten Jahr habe ich dann die zwei Blockbuster, auf die ich das ganze Jahr gewartet habe gesehen (nachdem ich den Plan, nach Landstuhl zu fahren aufgab leider nur in Deutsch), einmal Sneak verpasst (wegen der Chorfahrt) und hier alle Kurzkritiken:
Dick und Jane – Ganz nett. Die Sneakeröffnung für 2006, ein Remake mit Jim Carrey und Téa Leoni in den Hauptrollen als Ehepaar, das gerade wegen New Economy im Geld schwimmt und sich schwer von seinem Lebensstil trennen kann als er seinen Job verliert. Sie greifen danach zu allen Mitteln und fangen an Banken auszurauben um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Das Original soll wohl besser sein, aber ich fand das Remake auch ganz nett und erstaunlich wenig nervig.
The Fog – Unnötig. Das Remake widerum hätte man sich echt sparen können und sollen. Das Carpenteroriginal ist große Klasse und die neue Version einfach nur grottenschlecht. Besser in der Videothek den alten ausleihen ist mein Tip.
Die Geisha – Wunderschön. Sehr stimmige Literaturverfilmung über das Leben einer der letzten Geishas Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Story ist sehr schön und teilweise fast schon zu kitschig, aber alles in allem ist es ein sehr guter Film. John Williams - der für seinen Soundtrack einen Golden Globe bekam - hat auch definitiv die richtige Entscheidung getroffen, diesen Film der Vertonung des vierten Potters vorzuziehen.
Die Chroniken von Narnia – Fantasyspektakel. Auch wenn ich die Bücher schöner fand, ist der Film eine klasse Umsetzung. Man hat nie das Gefühl “oh, den hatte ich mir aber anders vorgestellt”, da sich die Optik des Filmes stark an den Illustrationen der Bücher orientiert. Auf den zweiten Teil der Verfilmung (Prince Caspian, soll 2007 kommen) bin ich sehr gespannt, aber wenn es so weiter geht bin ich sehr zufrieden.
King Kong – Kunst. Reingehen, reingehen, reingehen! Ich war hin und weg von der Ausdruckskraft Jacksons. Der Film ist einfach nur grosses Kino und grosse Kunst. Aller Vorurteile zu Actionlastig zu sein sind unbegründet - man hat zwar eine lange Actionsequenz in der Mitte aber die ist notwendig und fällt mit ihren 30-40 Minuten bei einer Filmlänge von fast 3 Stunden nicht wirklich auf. Der Film ist einfach zum geniessen.
Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).
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