Da ich mich auf unseren hervorragenden Plätzen zu Füssen der Vortragenden nicht mit dem Handy knipsend zeigen wollte wird der doppelte Konzertrückblick mit den erworbenen Schätzen graphisch eingeleitet. Drei CDs von zwei tollen Bands, die beide aus Hoöland kommen, ohne Instrumente singen und gestern und vorgestern im Pantheon in Bonn anlässlich des A-Cappella-Festivals auftraten.
Jan, Alina, Mario und ich waren dort und hatten zwei sehr angenehme Konzerte. Die Gruppe am Samstag hiess Rock 4, waren zu viert und haben unter dem Motto “Timeless” einen Abend mit A Cappella Arrangements bekannter Lieder aus den letzten Jahrzehnten gestaltet. Dabei waren Hits von Queen bis Alan Parsons und mein Herz hatten sie als sie mit Fool’s Overture eine meiner Lieblings Supertramp Nummern sangen. Technisch atemberaubend, wenn auch nicht immer völlig rein in der Intonation, aber das kann auch an dem kaputten In-Ohr-Monitor des einen gelegen haben; auf den CDs, die auch allesamt Liveaufnahmen sind, ist’s sauberer.
Der zweite Abend bescherte uns Montezuma’s Revenge, die mit einem Mann mehr ebenfalls ein Cover- und Medleyprogramm vorstellten. Was hier fasziniert hat ist, wie man bei der Bühnenshow, die da geliefert wurde noch so sauber singen kann. Von Slapstick bis zur menschlichen Pyramide, von Zaubertricks bis zur Revuehommage komplett mit weisser Federboa und dem Gang über die umfallende Stuhllehne war alles dabei. Die Liederauswahl war der Bühnenakrobatik angepasst und beinhaltete neben balladigerem wie Beautiful auch tanzbareres wie Aisha oder einem Medley aus u.a. Murder on the dancefloor. Ein Stück beinhaltete sogar Handpuppen, die sie als ihre Söhne vorstellten und den einen für ein Lied kurz in Alinas Obhut gaben - wenn man auch unbedingt in der ersten Reihe sitzen will…:-). Das Mädel einen Tisch weiter wurde dann aber mit einem Liebeslied bedacht an dessen Ende die ganze Band bei ihr war und einer sogar auf ihrem Schoss sass - da hatten wir Glück mit nur einer Handpuppe.
Alles in allem schöne Musik und im Gegensatz zu Wise Guys und Basta, deren Musik ich bisher eher mit A Cappella verband waren das hier eher “ernste” Konzerte mit wenig Ansagen, wenig Publikumsgags und dafür musikalisch anspruchsvolleren Arrangements. Hören werd ich wohl beide Arten weiter und kann für die beiden jetzt neu kennengelernten Bands nur eine klare Empfehlung aussprechen: Anhören und -sehen wenn man die Chance hat!
Naja, in dem Fall wohl eher “Onkel, wir danken Dir” aber nachdem ich mich schon nicht überwinden konnte, die Jungs vom Klaviertransport mit diesen Worten zu begrüssen (was bestimmt noch nie jemand gemacht hat) müsst Ihr drunter leiden. Nach Anderthalb Jahren seit zum ersten Mal die Idee im Raum stand mein Wohnzimmer mit einem Klavier - damals das meiner Tante - zu verschönernist es jetzt - auch wenn’s ein anderes Klavier ist endlich Wirklichkeit. Der nette Nebeneffekt war, dass ich dadurch innerhalb der letzten 9 Monate mein Zimmer komplett umgebaut habe um dem “Baby” Platz zu schaffen. Ich weiss jetzt was man unter Netzbautreib versteht ;-).
Noch nichtmal sehr verstimmt ist’s und auch wenn der 1,05m Korpus in den 3,60m Raumhöhe etwas verloren wirkt klingt es in dem grossen Raum fast schon zu gut - ich warte auf die ersten Klagen der anderen Parteien im Haus. Der Nachteil gegenüber einem Digitalen Instrument ist halt, dass ich kaum Abends spielen werde und wann ausser am Wochenende bin ich schonmal vor 22h zu Hause (und ob man um neun noch spielen sollte sei auch dahingestellt).
Nicht vor zehn zu Hause war ich auch (Vorsicht schlechte Überleitung) am letzten Mittwoch als im Sneak Step Up lief, ein sehr vorrausschaubarer Junge-aus-Ghetto-putzt-in-Musikakadenie-und-tanzt-am-Schluss-im-Rahmen-der- Abschlussarbeit-seiner-neuen-Freundin-aus-gutem-Hause-so-gut-dass-er-ein-Stipendium-bekommt-Film. Muss man sonst gar nix zu sagen :-).
In Deutschland - Ein Sommermärchen war ich am Wochenende. Schöner Film, aber nichts wirklich weltbewegendes. Er hat die Stimmung schön eingefangen - man durchlebt alle Hochs und Tiefs wiederwie während der WM. Was ich seltsam fand ist, wieviel Wortmann an Wissen voraussetzt und damit den Film nur für Leute interessant macht, die die WM auch verfolgt haben. Beispielsweise sind nie Namen der Interviewten eingeblendet und viele Ereignisse werden kommentiert ohne dass sie vorher eingeführt wurden.
So. Das war mein vierter und bisher längster mobil geschriebener Artikel und ich schlaf dann mal und träum von dem Klavier.
Heute konnte ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und ausnutzen, dass die Buchmesse zu unseren Kunden gehört. So bin ich dann gestern mit zum Aufbauen helfen, hab heute morgen noch die erste Supportwelle unterstützt und mich um eins zur Pressekonferenz anlässlich der Eröffnunf der Bone Worldtour abgesetzt.
Jeff Smith war dazu in Frankfurt, hat seine Farbversion der Boneserie vorgestellt und danach Bücher signiert (siehe Bild). Mit dabei war eine Ausstellung mit schönen Prints von Skizzen und Vorversionen.
Auf der Messe hab ich dann wieder gemerkt, dass ich doch feige bin: Mit Jeff Smith zu sprechen und ihn signieren zu lassen war kein Problem - er war ja auch deswegen da. Aber zwei andere Comicautoren, die ich im Publikum sah, die aber privat da waren hab ich mich nicht getraut anzusprechen, was dazu führt, dass ich jetzt kein Autogramm von Joschka Sauer und Ralf König habe…
Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).
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