Nachdem – inzwischen fast neun Monate nach dem letzten Eintrag –
schon die Rückfragen, wann und ob ich denn mal wieder was schreiben
würde aufhörten dachte ich mir, es wäre an der Zeit dies auch mal
zu tun.
Der Hauptgrund, warum das alte Blog im Sande verlief war, dass ich
mir mit dem “ein Bild, ein Titel, ein Untertitel, eine Position auf
der Startseite”-Mantra ein zu starkes Korsett verpasst habe, was im
Endeffekt dazu führte, dass eine Idee für einen Eintrag daran scheiterte,
dass mir das passende Bild fehlte, oder ich ein schönes Bild hatte,
aber noch nicht mal zwei gute Zeilen Text für die Beschriftung,
geschweige denn für den Artikel selbst hatte. Was mir deshalb schon
länger klar war ist: Wenn’s weitergeht, dann als “echtes” Blog.
Der Schritt von dieser Erkenntnis zu dem Blog, was Ihr vor Euch habt
war dann nur noch, zu erkennen, dass ich ein normales Blog nicht
selber schreiben muss, sondern selbst als Informatiker dabei auf
vorhande Software zurückgreifen darf. Mit Blosxom
ist mir jetzt endlich ein Stück solcher Software über den Weg gelaufen,
die auch kann was ich möchte, die auf meinem Webspace läuft und die
genügend konfigurier- und erweiterbar ist, um meinen Gestaltungswünschen
zu genügen. Das mich das Googlen nach entsprechenden Erweiterungen
der Kernsoftware direkt zu jemandem bringt den ich kenne, hatte ich
zwar nicht erwartet, aber da Axel
Blosxom nicht nur einsetzt sondern auch als Entwickler davon in
Sourceforge geführt ist hatte ich jemanden, um ihn die ersten Tage
mit Fragen zu nerven.
Nach einigem hin- und her, dem Programmieren und Verwerfen von Plugins,
dem gestalten und platzieren von Bildern und Hintergründen ist dann
jetzt endlich fertig, was hoffentlich länger hält als sein komplett
selbstprogrammierter Vorgänger und damit der noch eine würdevolle
Ruhestätte findet, hab’ ich wenigsten geschafft, meine ganzen alten
Einträge in das neue Format zu konvertieren.
Einen Kritikpunkt an der alten Seite werde ich versuchen zu verändern,
nämlich den Bezug des Seitennamens zum Inhalt. Die vielen Dinge,
die man sich so in Runden beim Mittagessen oder nach dem Chor fragt
und die dann oft mit “Kuck das doch mal nach, Martin” abgetan werden,
landen in Zukunft auch hier.