Consequences
Glaube keiner Statistik...
Geschrieben um 12:49 von Martin.

Hilarious!

Hier das Original davon, und noch was zum Kochen und was zum Rollenspiel.

Wieviel seriöser doch ein paar erdachte Zahlen wirken, wenn sie in einem Schaubild stecken…

Damit hätte man Werbung machen müssen, dann wäre vielleicht die vermaledeite Proposition 8 in Kalifornien nicht durchgegangen die jetzt gleichgeschlechtlichen Ehen dort wieder die Rechtsgrundlage entzieht.

Musikfilmer
MilliVanillium Falcon
Geschrieben um 18:39 von Martin.

Argl. Grundregel des Journalismus: Quellen überprüfen! Als ich letzte Woche das (sehr coole) A Cappella Tribute to Star Wars eingestellt habe dachte ich noch “Oh cool, mit Link zum mp3, das lade ich mir dann mal später runter”. Hätt’ ich’s doch lieber gleich gemacht. Auf der Seite des MP3s findet man eine amerikanische A Cappella Formation, die das Arrangement bearbeitet und die Texte online stellt, aber leider auch eine Seite extra für die per YouTube zu ihnen gekommenen hat wo sie klar stellen, dass die Stimmen die man hört von ihnen sind und nicht von Corey Vidal, der das Video gemacht hat.

Schade eigentlich. Ich bewunderte schon die Tatsache, dass er ohne Knopf im Ohr die Stimmlage hält über alle 4 Tracks hinweg. Bei reinem Playback ist das natürlich einfacher zu lösen :-). Das Video ist immer noch sehr cool, und die Performance nett anzusehen, aber wenn man weiss, dass es 3 Leute sind, findet man den Tonumfang des vermeintlich einzigen Sängers auch nicht mehr so beeindruckend…

Oben die Links zu dem Artikel auf den ich mich beziehe und zur Originalgruppe die das Lied sang.

Ein Quantum Statistik
Der erste Bond, über den ich blogge
Geschrieben um 14:31 von Martin.

Man schaut dann nach dem Filmgenuss mal in der imdb nach, ob’s den irgendwelche interessanten Details zum Dreh des Filmes gibt und erwartet Informationen wie, dass einer der Aston Martins auf dem Weg zum Drehort von der Strasse kam und im Gardasee versank, ohne vorher auch nur einmal im Bild gewesen zu sein oder dass Paul Haggis das Drehbuch wenige Stunden vor in Kraft Treten des Writer’s Guild Strike erst fertig hatte.

Womit ich nicht rechnete sind die Statistiken die sehr graduell von “interessant” zu “beunruhigend, dass das jemandem auffällt” übergehen (Alle Infos aus der IMDB und für’s Blog übersetzt/gekürzt).

Erst ein paar normale Statistiken:

Der 22. offizielle Bond Film im EON Productions Franchise

Der 2. mit Daniel Craig als Bond

Der 1. Bond der eine direkte Fortsetzung ist.

Der 1. Bond Film, der einen im Duett gesungenen Titelsong hat

Die aber auch seltsamer werden:

Mit 106 Minuten der kürzeste Bond Film in der EON Productions Official Series.

Der 1. Bond dessen Premiere in Indien vor der in Nordamerika ist.

Der 1. Bond Film, bei dem das Videospiel am gleichen Tag erscheint.

Bis hin zu obskur:

Der 1. Bond Film, der seinen Titel (wenn auch nur den Titel) von einer Original Ian Fleming Geschichte hat seit “The Living Daylights” (1987)

Der 5. Bond Film, der nur seinen Titel und sonst nichts aus einer Ian Fleming Geschichte hat (nach “Man lebt nur Zweimal” (1967), “Der Spion, der mich liebte” (1977), “Moonraker” (1979) und später “A View to a kill” (1985)).

Der 1. Bond Film in dem ein Schauspieler (Jeffrey Wright) den amerikanischen Verbündeten Felix Leiter zum zweiten Mal direkt hintereinander spielte (David Hedison hat ihn in “Leben und sterben lassen” (1973) und “Lizenz zum töten”(1989) gespielt, dazwischen gab es aber 7 weitere Bond Filme)

Marc Forster ist der erste Bond Regisseur der als Deutsch-Schweizer nicht aus einem der British Commonwealth Staaten kommt.

Dann was zur Story selbst (keine Spoiler):

Der 1. Bond Film der auf der Albert R. Brocolli 007 Bühne gedreht wird, die eine Woche nach Ende der Dreharbeiten zu Casion Royale abbrannte.

Der 1. Bond der eine Wüste als Showdown mit dem Bösewicht hat

Der 1. Bond Film seit “Man lebt nur Zweimal” (1967), in dem Bond sich nicht mit “Bond, James Bond” vorstellt.

Die Schmutzigen Details:

Der 1. Bond Film seit “Der Hauch des Todes” (1987) in dem Bond nur einmal Sex hat.

Der 1. Bond Film in dem Bond nur einmal Sex hat und dann noch die Frau dazu stirbt.

Die Action (und Haarspalterei):

Der 1. Bond in dem eine Autoverfolgungsjagd die Haupt-Actionsequenz vor dem Vorspann ist (In “Der Hauch des Todes” (1987) waren es Jeeps).

Der 1. Bond Film der eine Bott und eine Auto Verfolgungsjagd hat sein “Leben und sterben lassen” (1973)

Und die sinnvollste Statistik überhaupt:

Der 1. Bond Film, der in einem Jahr erscheint, das auf 8 endet. Es gab keine Bond Filme 1968, 1978, 1988 oder 1998

Bevor jemand mit mir darüber inhaltliche Diskussionen anfängt – ich hab’ das auch nur abgetippt und übertragen, und nicht wirklich das Bondwissen um diese Behauptungen verifizieren zu können. Aber ernsthaft: Will man das?

Filmmusiker
A long time ago...
Geschrieben um 18:09 von Martin.



Heute geht’s um Filmmusik, bzw. eigentlich um die Komponisten derselben.
Bisher dachte ich immer Filmmusik wäre sowas wie Regisseure. Selbst wenn man nicht jede Woche im Kino ist hat man schonmal was von Steven Spielberg gehört und kann vielleicht auch noch ihn zu Schindlers Liste und George Lucas zu Krieg der Sterne zuordnen. Genauso war meine Annahme, dass man zumindest John Williams, Hans Zimmer, Howard Shore, Thomas Newman, oder Danny Elfman schonmal gehört haben sollte. Oder wegen mir auch Ennio Morricone wenn man mehr in die Anfänge gehen will.

Das ist leider eine falsche Annahme. Ob es schon eine Initiative gibt, Filmmusiker der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen (“Soundtrack Composer’s Awareness Movement - SCAM”) weiss ich nicht, aber es wäre an der Zeit eine zu gründen.

Man muss die einzelnen Komponisten ja nicht gleich erkennen oder ihre Filme aufzählen und Themen nachsingen können, aber “John Williams? Nie gehört.” ist irgendwie auch nicht richtig.

Gerade er hat mitgeprägt wie wir heute Filme wahrnehmen. Mit Star Wars (heute Episode 4 – A New Hope) hat er Maßstäbe gesetzt und zum ersten Mal wieder eine richtig symphonische Komposition hinter den Film gesetzt die mit Themen für die Charactere, einer Ouvertüre und auch einer Schlusssuite die – eigens für den Abspann komponiert – nochmal alle Themen aufgreift mehr an eine Oper erinnert als an die damals übrigen Soundtracks die oft nur aus einem Popstück und ein paar Streichern für die Dramatik bestanden. Gerade der Punkt der Schlusssuites ist auch der Grund warum ich immer den Abspann noch komplett im Kino abwarte (wenn nicht wie bei Krabat einem die Liedauswahl fast das Filmerlebnis wieder zerstört). Auch John Williams Meisterwerk über mittlerweile sechs Star Wars-Filme hinweg Themen konstant zu halten und selbst die von der Story her diskutierfähigen Episoden eins und zwei anschaubar machen (gerade als in Episode 2 zum ersten Mal das Vader-Thema anschlägt, als Anakin seine Mutter rächt oder auch das Thema des Binary Sunset als Anakin und Amidala in fast der gleichen Kulisse vor dem späteren Elternhaus von Luke stehen, die auch schon in Episode 4 vorkam).

Über Soundtracks zu bloggen und Danny Elfman nicht zu erwähnen geht nicht, deshalb muss ich das kurz tun: Er ist der Haus- und Hofkomponist von Tim Burton und in nahezu allen seinen Filmen präsent. Am deutlichsten hörbar in Corpse Bride und A Nightmare Before Christmas wo er zwei komplette Musicals schrieb die dann von Tim Burton in Stop Motion Photography umgesetzt wurden. Einen wunderschönen Artikel zu Nightmare (den man gerade um diese Zeit eigentlich sehen muss), hat John Scalzi im August verfasst wo er zwar mehr über das Gesamterlebnis als über den Soundtrack spricht, aber egal. Er fasst den Grund des Erfolges des Films sehr pointiert zusammen:

A pseudo-secret document for the freaks and geeks, who took to it with love and affection, and don’t have to outgrow it, because it’s built to appeal to the alienated of all ages

Das nicht nur ich auf die Musik achte ist mir bei Battlestar Galactica aufgefallen (also der neuen Serie), wo der Komponist der Serie ein eigenes Blog hat, in dem er Folge für Folge beschreibt, wie er welche Themen neu orchestriert oder schreibt um die Dramaturgie zu unterstützen.

Wie man merkt bin ich nicht ganz neutral bei diesem Thema :-). Wer mitbekommt das hier in der Nähe Soundtrackkonzerte stattfanden: Bescheid sagen! Wir waren vor ein paar Monaten auf dem Halberg und hörten die Deutsche Radio Philharmonie mit Werken von oben schon gelobtem John Williams spielten (ein wenig zu viel aus Harry Potter für meinen Geschmack aber immerhin auch Star Wars, Indiana Jones, Jurassic Park und Schindler’s List).

Als Abschluss bevor ich noch zu jedem anderen Namen oben meine Lieblingsstücke aufzähle und selber anfange alle kurz anzusingen hier ein sehr cooles Stück aus Youtube wo ein Sänger sich selbst viermal aufnimmt und so vierstimmig a cappella ein John Williams Medley mit Texten zu Star Wars singt. Lohnt sich!

Direktlink zum Video. Wenn Ihr die Bandbreite habt, klickt auf den Link und auf das “High Quality”-Video. Lohnt sich der Sound Qualität wegen! Gibt auch ein mp3 auf seiner Homepage.

Odyssee im Weltraum
Muss das sein?
Geschrieben um 17:34 von Martin.

Gerade eine Kinonews gelesen, die mich sehr schnell von “Coole Idee” auf “Ach Du Kacke” gebracht hat. Hier die entsprechenden Passagen aus dem Originalartikel von Zelluloid:

Nachdem Warner Bros. im Jahr 2004 mit “Troja” eines der beiden antiken Werke Homers (nein, nicht der aus Springfield!) ins Kino gebracht haben, ist nun das andere an der Reihe: “The Odyssey” (die Odyssee) dreht sich um die zwei Jahrzehnte lange Heimfahrt des Odysseus und seiner Mannen aus dem Trojanischen Krieg, wobei sie viele Abenteuer bestehen und gegen diverse Sagengestalten kämpfen müssen.

Bis hierher dachte ich dann “Könnte ja vielleicht besser werden als Troja”, aber nach diesem Absatz…

Die Handlung soll sich allerdings nur vage an der klassischen Vorlage orientieren; George Miller (“Happy Feet”) soll sich des Drehbuchs annehmen und in ein futuristisches Szenario im Weltall verlegen.

…hält sich mein Enthusiasmus in Grenzen.

Jan fragt das Publikum
Wenigstens war's trocken
Geschrieben um 11:51 von Martin.

Nachdem ich die Geschichte an sich schon witzig fand, gibt’s jetzt bei Jan auch einen Blogeintrag mit Bild dazu. Lohnt sich!

Was man sich danach fragt: Haben die eigentlich irgendwelche Einstellungstests?

The Legend of Neil
..a seven, may be seven and a half.
Geschrieben um 18:19 von Martin.


Als mir ein Freund den Link (pun intended) schickte dachte ich zuerst “was ein Sch…”, aber Sekunden später liegt man lachend vor dem Rechner. Alles was man neben Flash und einer Breitbandverbindung braucht, ist Zeit, die 6 Episoden mit jeweils ungefähr 5 Minuten zu schauen, einen kranken Humor und ein wenig Kenntnisse vom ersten Teil der “Legend of Zelda” von Nintendo.

Diese (teilweise durch den Writer’s Guils Strike geförderte) Art von Internet veröffentlichen Miniserien mit vielen aber kurzen Folgen, die sich durch Werbung und einen nachgeschalteten Verkauf von DVDs mit allem möglichen Zusatzmaterial finanzieren ist eine sehr spannende Strömung. Eine Mischung aus Stand-Up und Homevideo aber von Profis (siehe vor allem auch The Guild und Dr. Horribles Sing-a-long-Blog in der Linkzeile oben).

Länger als Legend of Neil und von teilweise den selben Leuten ist The Guild, das über 10 ~3,5 Minuten Episoden eine Gruppe MMORPG-Spieler begleitet und mit Felicia Day als Autorin und Haupdarstellerin das verbindende Element der hier gelisteten drei Produktionen enthält. Sie (die auch z.B. bei Buffy schon mitspielte) hat auch eine Gastrolle in Legend of Neil, dessen Regisseur und Autor wiederum eine Hauptrolle in The Guild spielt.

Dr. Horrible’s Sing-along-Blog wiederum besteht aus 3 15min Folgen die im Vergleich richtig lang anmuten. Auch hier sind mit relativ wenig Budget (wenn wohl auch mehr als bei den beiden anderen Produktionen) sehr schön absurde Ideen umgesetzt worden. Nebst Musical und Verfolgungsjagd ist alles dabei und macht Lust auf mehr. Dr. Horrible ist eine Kreation von Joss Whedon, der mit Serenity, Firefly, Buffy oder Angel bekannt wurde und hier zeigt, dass man auch mit wenig Ressourcen gutes Fernsehen machen kann.

Als ich letztens von The Guild erzählte, die URL nicht zur Hand hatte und auf die Frage, wo das denn sei antwortete “Google einfach nach The Guild” dachten wir uns, dass das wohl nicht klappen würde. Beim Zusammensuchen der URLs für den Artikel muss ich jetzt korrigieren: Es klappt doch! Sogar ohne Anführungszeichen ist’s der erste Treffer.

…und das an meinem Geburtstag
Und warum sagt mir das keiner?
Geschrieben um 23:58 von Martin.

Wollte ich letztens als Geburtstagsüberraschung noch das machen, was einem als Kind der 90er-Jahre Werbung als erstes einfällt: Das Bild schwarz-weiss drehen, ein hartes Traing beim Eiskunstlauf und dann ein YES-Torty nebst Kerze drin hinstellen, aber was muss ich erfahren:

Die gibt’s gar nicht mehr!

Offensichtlich wurden die fast nur von Leuten wie mir gekauft, die wenige Male im Jahr verzweifelt ein Notfall-Geburtstagsgeschenk suchen, das trotzdem irgendwie nett ist und damit kann man leider die Werbung und Produktion nicht finanzieren (wobei man ja eigentlich keine Werbung mehr bräuchte – meine Altersgruppe dürfte gebrandet genug sein). Eine kurze Google-Recherche ergab noch einen Revivalversuch 2007, der aber mangels Käuferinteresse dann auch wieder eingestellt wurde und diverse Theorien, ob der Untergang auch mit an dem “Skandal” um den Restalkohol den die Nussmischung enthält lag (den YES wie auch bei Milchschnitte hatte, aber unterhalb der Grenze, wo man’s angeben muss).

Als Alternative wird in Foren tatsächlich Milka Tender diskutiert, aber auch wenn’s vom Produkt her was Ähnliches sein mag – von Milka Tender gab’s nun mal nie Werbung mit traurigen Eiskunstläuferinnen, und ohne die bringt das ja alles nix. Falls jemand von RTL II hier mit liest: Wie wär’s mit “Die 10 bekanntesten Werbegesichter der 90er” mit der Frau aus der Palmolive Werbung (“In Geschirrspülmittel ?!”), Egon Wellenbrink (dem Melitta Mann), den beiden “Fruchtig!”, “Nee, sahnig!” Kindern und eben auch selbiger Eiskunstläuferin.

Peinlich ist es, dass ich gerade Egon Wellenbrink ohne Nachzudenken richtig geschrieben habe und dann googlen musste, ob man Melitta mit einem oder zwei ‘l’ schreibt…

Birkenfeld im Fernsehen?
Brisantes Armymitbringsel aufgedeckt
Geschrieben um 00:31 von Martin.

Das die Amis gerne Mitbringsel aus anderen Ländern aufhängen und damit ihre Pubs schmücken wusste ich ja schon, aber das gerade ein Nummernschild aus meiner Abi-Stadt es in eine meiner Lieblingsserien schaffen sollte ist dann doch neu :-). Ohne die Pausetaste am DVD-Player hätte ich’s auch kaum geglaubt, aber im Standbild unverkennbar hängt an der Wand des Woody’s, eines Pubs in der fiktiven Liberty Avenue im Schwulenviertel Pittsburghs, ein Nummernschild aus Birkenfeld.

Meine Theorie ist ja, dass das von irgendeinem in Baumholder stationierten schwulen US-Soldat stammt. Immerhin gibt’s davon jetzt noch 12.000 – also Soldaten, schwul sind die wohl nicht alle ;-).

Hier nochmal der ganze Frame mit Justin und Brian in der Mitte.

Saarbrücken im Wandel
Photographen gesucht
Geschrieben um 12:04 von Martin.

Gibt’s jemanden, der die gerade aus dem Boden spriessenden Baustellen dokumentiert, die in Saarbrücken überall sind? Die Saargalerei wird gerade entkernt und mit der Bergwerksdirektion verschmolzen:

(Auf dem Bild ein Foto von dort, wo mal der Saarbahnhaltestellenseitige Eingang war. Geradeaus wäre also Deckarm gewesen, rechts der Thaiimbiss und der Schröder und links das Geschäft mit den Rad-in-der-Ferse-Schuhen)

Dort ganz in der Nähe ist gerade das ehemalige Metzenhaus abgerissen worden, davon hab’ ich aber kein Bild.

Auch stark verändernd wirkt der Abriss des Getränkemarkt/Aldi/Plus-Gebäudes in der Dudweilerstrasse zwischen Beethovenplatz und Haus der Zukunft. Es wird wohl angesichts der Frequenz der neuen Pächter die richtige Entscheidung gewesen sein, aber irgendwie fehlt das Gebäude jetzt schon im Stadtbild (also zumindest in dem Stadtbild, das man als Busfahrer zur Uni so hat ;-).

(Hier das Ergebnis samt Blick auf Rainer und Dirks ehemalige Wohnung)

Hat das mal jemand mit ‘ner Kamera und nicht mit ‘nem Handy fotografiert? Wenn nur die Idee, nicht aber das Equipment fehlte – die Saargalerie 2.0 wird wohl noch ‘ne Zeitlang interessant bleiben.

8 Sitze!
Wahlergebnis der StuPa Wahl 2008
Geschrieben um 11:48 von Martin.


Wir haben 8 Sitze, die Grünen 10, die Jusos 7, der RCDS 5, die LHG 2und das …team einen. Der AStA hat sich inzwischen auch gebildet, und zwar mit einer Koalition aus uns, den Jusos und der LHG. Es gab schon viel Geschrei über die Knappheit der Stimmen, und das es ja unverantwortlich wäre, die stärkste Liste nicht mit in der Koalition zu haben, aber das finde ich ein demokratisch gefährliches Argument. Alleine mit ihren 10 Sitzen wären die Grünen nicht regierungsfähig und wenn sich nun mal niemand findet, der auf ihre Forderungen eingehen will sehe ich den vielzitierten Wählerwillen durchaus auch darin, dass man mehr als die Hälfte findet, die eben nicht mit den Grünen im AStA sein wollen.

Aber eigentlich wollte ich mich (was im letzten Absatz misslang) nur von der aktuellen Hochschulpolitik distanzieren. Meine aktive Zeit bei den Aktiven Idealisten liegt lange zurück und ausser den Plakaten und der durchgehenden Mitgliedschaft im Ältestenrat ist die Unipolitik mehr Hobby als alles andere.

Zum Thema Plakate: Das versprochene Indy-Making-Of gibt’s noch, aber nicht mehr vor’m Segeln.

Wem die ganzen Begriffe hier nix sagen, dem sei unser Gremienreader auf der AI-Homepage empfohlen, der zwar dort noch von vergangenen Wahlen erzählt, aber die Gremien bleiben ja die gleichen :-).

Wählen gehen!
Aktive Idealisten bei der StuPa Wahl 2008
Geschrieben um 22:25 von Martin.



Hier ein Aufruf für alle Saarbrücker Leser, die noch an der Uni eingeschrieben sind: Diese Woche (vom 23. bis zum 27. Juni) ist die Wahl zum 55. Studierendenparlament der Universität des Saarlandes. Mein ganz unparteiischer Wahltipp ist natürlich AI, also die Aktiven Idealisten, zu wählen, aber überhaupt wählen ist mir wichtiger.

Wenn ich nach der Wahl mal Lust habe, die ganzen Zwischenstufen aufzuarbeiten, gibt’s irgendwann noch ein ausführliches “Making of AI-Plakate 2008”, aber im Moment reichts mir, sie überall an der Uni kleben zu sehen.

Neue Technik
Mit Yoga könnt's gehen...
Geschrieben um 23:51 von Martin.

Es war eine gelungene Abwechslung beim Durchforsten von Amazon nach einem geeigneten Haarschneidegerät um die neue Frisur in Zukunft selber pflegen zu können, aber ich glaube doch noch, dass Amazon da was vertauscht hat…

Ob der Link noch klappt weiss ich nicht, aber ich würd ja fast aus Spaß mal einen bestellen.

Goldene Hochzeit Planen
Wedding Planner ToDoList
Geschrieben um 08:20 von Martin.


Die Eltern von Freunden von mir hatten letzte Woche Goldene Hochzeit und wir beneideten sie alle um Ihre Weitsicht, dass sie schon vor fünfzig Jahren planten, ihr Jubiläum an einem Samstag feiern zu wollen – auf den fiel es nämlich. Selbiger Freund, der vor sieben Jahren heiratete beschwerte sich dann, warum das bei ihm nicht klappte, obwohl da keine anderen Ausnahmen drin sind (keine seltsamen Jahrhunderte in denen es nicht klappt wie 1900 oder 2100 in keinem der beiden Zeiträume).

Nach einem Nachdenken ist meine Kurzantwort (ja, dieses Wort existiert in meinem Wortschatz): Weil 50 nicht durch 4 teilbar ist. Hier die Erklärung:

Wenn man den Zeitraum der 50 Jahre (kann man da Quintdekade oder sowas sagen? Zentenarium für 100 Jahre findet man im Netz…egal) betrachtet geht es um Schaltjahre in diesen 50 Jahren. Der Einfachheit halber nehmen wir die Hochzeit mal irgendwo zwischen März und Dezember an, wenn nicht muss man die Jahre um eins verschieben. Wir haben also einmal ]1958,2008] und einmal ]2001,2051]. In beiden Zeiträumen sind keine Ausnahmen, d.h. wir haben einmal die Schaltjahre (1960,1964,1968,1972,1976,1980,1984,1988,1992,1996,2000,2004,2008) und einmal (2004,2008,2012,2016,2020,2024,2028,2032,2036,2040,2044,2048). Im ersten Fall sind es 13, im zweiten Fall aber nur 12. Da man für das gleiche Datum in einem Folgejahr einen Wochentag ‘später’ ist, bei einem Schaltjahr aber zwei, heisst das, dass bei der Hochzeit von 1958 50+13 also 63 Wochentage vorgespult wurde, bei der zweiten Hochzeit von 2001 aber nur 50+12 also 62. Bei sieben Wochentagen landet man also im ersten Beispiel auf dem gleichen Tag, im zweiten aber einen Tag früher.

Ergo heisst das, dass man (bei einer Hochzeit nach Februar) tunlichst in einem Jahr heiraten sollte, das ein oder zwei Jahre vor einem Schaltjahr liegt um am gleichen Wochentag goldene Hochzeit zu haben. Für Hochzeiten ab 2050 gilt das leider nicht mehr, da 2100 kein Schaltjahr ist, obwohl durch vier teilbar. Hier empfiehlt es sich Sonntags zu heiraten oder sich frühzeitig auf eine goldene Hochzeit Freitags (oder bei ganz schlechter Planung sogar Donnerstags) einzustellen.

LoTR D&D
The Dungeon Master of the Rings
Geschrieben um 18:50 von Martin.

Wenn man Herr der Ringe mag, englisch kann und Rollenspieler ist, sollte man Links in diesem Beitrag nur klicken, wenn man gerade ein paar Stunden zur Hand hat. Ein kranker Typ hat sich die Mühe gemacht und alle drei Herr der Ringe Filme als fiktive D&D-Kampagne umgesetzt. Die Helden aus den Filmen stehen hier im Comic und beschweren sich über die zu ähnlich klingenden NPC Namen, über die unnötig komplexe Hintergrundgeschichte oder machen dem Master aller Mühe, nicht auf die von ihm ausgearbeiteten Aufgaben zu reagieren.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus der zweiten Folge – es gibt 144 bis zu den Grauen Anfurten und so geht’s los

Adam Green
Geschrieben um 22:21 von Martin.


“Hast Du Lust am Mittwoch mit zu Adam Green zu gehen, ich hab’ beim SR Karten gewonnen” so Brigitte vorgestern am Telefon und ich dacht’ nur “Wer war nochmal Adam Green?”. Unvorbereiteter war ich noch nie auf einem Konzert und es tat mir für die ganzen Fans, die sich für diese – ausschliesslich per Gewinnspiel erhältlichen – Karten vergeblich die Finger wundtelefoniert haben auch ein bisschen Leid mit wie wenig Herzblut ich dann da war.

Angekündigt war das ganze als Unplugged-Konzert im großen Sendesaal des Saarländischen Rundfunks und zumindest den Ort haben sie auch richtig hingekriegt. Unplugged musste man schon sehr weit dehnen und Thomas Rosch fasste den Begriff beim Ankündigen der Band so weit, dass er den kleinen Saal als “Unplugged-Atmosphäre” sieht, auch wenn Green mit kompletter Combo (Klavier, E-Bass, Schlagzeug, Gitarre) und zwei Gospelsängerinnen auf der Bühne stand. Immerhin die Gitarre war eine akustische, aber auch nur bis bei einem Lied zwei Saiten rissen und bei der Ersatzgitarre der Umhängegurt nicht hielt. Spätestens mit der E-Gitarre war’s mit dem Unplugged-Feeling dann auch dahin, aber das tat der echt groovigen Musik keinen Abbruch.

Wir sassen perfekt – zumindest für mich – in der Mitte der zweiten Reihe und die Bühne fing ebenerdig weniger als einen Meter von uns weg an wo dann auch vier Sitze weiter Adam Green sang und rumhampelte. Brigitte hätte wohl lieber den Platz vornedran gehabt, aber dazu hätte man den Kiddis, die sich beim Türöffnen vorgedrängelt haben ein Bein stellen müssen, und das hätte auch nur unnötige Komplikationen gegeben. Mir war’s ganz Recht, ich fühl mich in der ersten Reihe immer so beobachtet.

Wer jetzt noch nicht gemerkt hat, dass ich über die eigentliche Musik irgendwie nicht schreiben kann (oder will?), dem will ich dann doch ein paar Worte mitgeben: Ich fand’s sehr gut, kann aber nicht genau beschreiben woran das lag. Es waren gute Lieder (von denen ich als Radioverweigerer kaum eins kannte), die Stimme Greens ist extrem geil und die Band war auch klasse. Ein paar Mischtechnische Dinge hätten besser laufen können und wenn man den beiden Jungs am Pult die Stücke vorher kurz erklärt hätte, wäre vielleicht auch das Mikro vom Bassisten nicht immer erst bei seinem zweiten Versuch, Backingvocals zu singen an gewesen, aber man kann nicht alles haben.

Wer Lust hat, endlich mal einen Künstler zu hören, der eine nur selbst auf der Akustikgitarre begleitete Zugabe unterbricht um das Publikum, das seiner urdeutschen Bestimmung folgt und anfängt mitzuklatschen bittet, damit aufzuhören (immerhin war’s die 2 und die 4) der kann die Aufnahme des Konzertes am nächsten Sonntag (20. April) um 20h auf SR1 hören.

Die Dreieckige Schrillwand
im Café Pinn...oder so.
Geschrieben um 00:56 von Martin.

Vor ganz kurzem (wenn man den 26. Januar noch so bezeichnen mag) hab’ ich mit Freunden im Café Schrill gefrühstückt und zwar direkt vor der den Saarbrückern unter den Lesern bestimmt bekannten dreieckigen Pinnwand. Zwischen einigen Kaffoladen und dem gemischten Frühstück liest man dann aus Langeweile doch den ein oder anderen Eintrag, aber dass gleich soviel spassiges an der Wand steht hätten wir nicht gehofft. Den damals gefassten Plan, daraus mal wieder einen Blogeintrag zu machen setze ich dann auch hüstel zeitnah um :-). Da mein Handy unscharfe Bilder macht und meine Bildbearbeitungskünste auch Grenzen haben gibt’s die Texte immer nochmal abgetippt – ich bin gespannt welche neuen Googlehits ich dafür kriege :-).

Da man vor der Kritik ja immer loben soll, was jeder, der schonmal ein Managerseminar besucht hat mir bestimmt bestätigen wird, erstmal die erfrischendste Wohnungsanzeige seit langem.

    blablabla WG blablabla F/F/M/? blabla
blablabla SONNE blablablablabla 25m²
blablablablabla KÜCHENBALKON blabla
bla SOCKEN blablablablablabla
blablablablabla Abenteuer blablabla
bla 232€(TOTAL+DSL) blablablablabla

Als nächstes die junge Frau (und wenn’s ein junger Mann war, der kann sich dann gerne zur Mathenachhilfe bei mir melden ;-)), die einen unfairen Tausch vorschlägt. Abgesehen davon, dass mich eine 4-Dimensionale Wohnung sehr interessieren würde in der es Quadrat-Quadratmeter gibt würde ich für 45 dieser Hyperwürfel keine 230 Hyperwürfel Miete zahlen (und dann noch kalt).

    SUCHE
helle 1½ - 2 Zimmerwohnung im Nauwieser Viertel oder City. ca 45qm²; 230qm² kalt

Und dann war da noch die Physiotherapeutin. Wenn uns die ersten beiden Anzeigen nicht aufgefallen wären, hätten wir nie alle anderen auch gelesen und uns wäre diese tragische Unvermittelbarkeit entgangen. Hier die erste Anzeige:

    Ich, Frau, 28 Physiotherapeutin, Tai Chi Lehrerin, Triathletin suche ab Januar oder Februar eine/n zuverlässige/n, nette/n, saubere/n, interessante/n, Mitbewohner/in in einer 2er WG
in 3ZKB (+ Badewanne + Balkon + Garten + Parkettboden + Tiere sind erlaubt + super Nachbarn + Keller + Waschküche und in 3min in die Stadt)
in einem 18qm Zimmer und gemeinsamen Wohnzimmer warm 310 € in der Spichererbergstrasse

+ verkaufe Einbauherd mit Einbauschrank in weiß und schwarzen Chefsessel

Etwa 30cm weiter rechts hing dann ein offensichtlich später angebrachter Zettel – wenn der Text nicht wäre spräche die Handschrift für sich:

    Ich suche (28, weiblich, Physiotherapeutin, Tai Chi Lehrerin, Triathletin)
ab 1.2. eine/n sauberen, zuverlässigen, aussergewöhnlichen, netten, interessanten Mitbewohner/in
in eine 2er WG in St.Arnual (am Schloss)
2ZKB (Badewanne, Garten, Balkon, Parkettboden, super Nachbarn, Keller, …)
in 3min in die Stadt, das freie Zimmer hat 18qm, warm 330 Euro.

Spannend, was sich nach den offensichtlich nicht genügend interessante/n Bewerber/innen im Januar dann änderte: Interessant reicht nicht mehr, jetzt muss es aussergewöhnlich sein. Die unsäglichen Mischformen spart man sich ausser bei eine/m und Mitbewohner/in. Da keiner wusste, wo die Spichererbergstrasse ist, schreibt man besser “am Schloss” und die Waschküche und die Tiererlaubnis fällt auch unter den Tisch. Herd und Chefsessel sind weg – auch das Wohnzimmer scheint belegt zu sein, aber das macht ja nichts: kostet ja schliesslich auch 20 € mehr.

Sunshine Trip
Segeltrips auf der Vertrouwen
Geschrieben um 18:01 von Martin.

Eine der wenigen Inhaltstragenden Seiten auf meiner alten Homepage war die der Segeltrips. Deshalb hier der entsprechende Artikel, alle News zum aktuellen und den vergangenen Trips finden sich hier.

DIESE SEITE IST VERALTET. Da man die Seite auf Google noch findet, und ich das alte Blog nicht löschen will hier der Link zu der gleichen Seite auf dem neuen Blog:
01796616394.de/segeln

Erstmal zum nächsten Trip: Der findet wie schon seit einigen Jahren sieben Tage lang statt, und zwar vom 13.8.2010, 20h bis zum 20.08.2010, 16h. Beide Tage sind Freitage und beide Zeiten sind in Lemmer. Kosteninfos gibt’s per Mail und die Hinfahrt erfolgt wie immer in Eigenregie.

Ich würde mich sehr freuen, von möglichen Mitkommern Nachricht zu erhalten.

Links zu der Reederei etc. finden sich oben in der Titelzeile hier erstmal ein paar Fotos die Yasuo, unser fotografierender Japaner (820 Bilder in 7 Tagen) 2005 aufgenommen hat. Klicken für größere Versionen - wer volle Auflösung will bitte Mail. Viele Fotos sind auch in die Hintergründe des Blogs eingegangen – eigentlich alles was nach Himmel und Meer aussieht ist aus Holland.

Dualscreen heisst auch Dualcable…
Geschrieben um 14:52 von Martin.

Kleiner Tipp, falls jemand seine X-Config unter (k)ubuntu 7.10 debuggen will: Wenn man eine Nvidia Karte hat (in meinem Falle eine 7100 GS) und bisher alles immer klappte mit zwei Monitoren angeschlossen (genauergesagt LCD Bildschirm am DVI-Ausgang und Plasma-Fernseher am VGA-Ausgang) sollte man froh sein. Wenn dann nach einem Neustart der bisher problemlos laufende Parallelbetrieb zweier X-Server (damit auf beiden Geräten die native Auflösung gefahren werden kann) nicht mehr funktioniert und egal was man tut immer nur ein lapidares ”Unable to find available Display Devices for screen 1” im Xorg.log steht sollte man seine Kabelverbindungen überprüfen.

Auf die Idee, dass das plötzliche Nichterkennen des Plasmafernsehers daran liegt, dass das Kabel beim Aufräumen rausgerutscht ist bin ich erst nach ein paar Stunden debuggen und ziellosem xorg.conf-Verbiegen gekommen. Den normalen Betrieb stört es wohlgemerkt gar nicht, wenn das Kabel mal rausrutscht (man hat solange dann halt kein Bild, klar), nur beim Hochfahren des X-Servers startet der nur dann beide, wenn wirklich an den Anschlüssen der Grafikkarte auch ein Anzeigegerät hängt.

Die 30er in Farbe
Überwachungsstaat mal anders
Geschrieben um 00:13 von Martin.

Dank einem Eintrag in Wil Wheatons Blog bin ich auf zwei ausserordentliche Kollektionen aufmerksam geworden die die Library of Congress der USA ins Netz (genauergesagt in Flick’r) gestellt hat. Der eine Satz sind Farbfotos aus den Dreissigern und Vierzigern, die von der Farm Security Administration und dem Office of War Information geschossen wurden und das ländliche Leben zwischen 1939 und 1944 in Amerika und Teilen Mexikos und Puerto Ricos dokumentieren. Da man aus der Zeit fast nur Schwarzweissfotos kennt wirken die Bilder wie Ausschnitte aus einem Kostümfilm der in der Zeit spielt. Der andere Satz sind Schwarzweissbilder die zwischen 1910 und 1912 für die Nachrichten geschossen wurden.

Die Bilder in Verbindung mit ihren Titeln und der Möglichkeit auch hochauflösende Dateien direkt von der Seite der LOC zu bekommen sind eine wahre Fundgrube. Die Bilder, die hier unten stehen heissen von links nach rechts

   

DNS wird teuer
Vorsicht! Er setzte Shell Accounts ein
Geschrieben um 23:26 von Martin.

  “Herr wirf Hirn vom Himmel” sagte einer der Commodore IT-Supportler immer wenn er von seinen Touren von den Läden zurückkam über deren fehlendes technisches Sachverständnis. Das möchte man auch rufen, wenn man hört, dass in Amerika jemand zu 60000 Dollar verklagt wurde, weil er host -l aufrief und die Ergebnisse veröffentlichte… Das ganze Desaster gibt’s hier bei Heise aber die spannenste Stelle gleich als Zitat – schöner hätt’ man’s auch nicht erfinden können:

Das Gericht stellte fest, dass Ritz dabei seine “Identität hinter Proxies verbarg, ein UNIX-Betriebssystem verwendete und neben anderen Methoden Shell Accounts einsetzte. Außerdem gab er sich als Mail-Server aus.” Die auf diese Weise gewonnenen Informationen machte Ritz publik. Diese Information, stellte das Gericht fest, sei nicht öffentlich verfügbar gewesen. Damit habe Ritz die Datensicherheit von Sierra gefährdet, Ritz sei also als Hacker einzustufen, schließlich sei der Befehl “host -l” dem normalen Anwender nicht bekannt.

Herr Der Ringe in Concert
Geschrieben um 01:55 von Martin.


Heute Abend war ich mit Schlumpf, Evelyne und Wolfgang in Herr der Ringe in Concert, was wir Wolfgang zum Geburtstag schenkten. Um den Abend in seinen Worten zu beschreiben “Meine Fresse!”.

Aber zurück zum Anfang. Wir holten die Karten in der Erwartung, eine halbwegs musikalisch angenehme Wiedergabe des wunderschönen Soundtracks von Howard Shore zu Peter Jacksons Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Meisterwerk zu hören. Der Titel der Veranstaltung legte auch all dies nahe, immerhin heisst es dort wörtlich:

Tolkien Ensemble, Hollywood Orchestra & Christopher Lee präsentieren die Musik aus der Filmtrilogie Der Herr der Ringe

J.R.R. Tolkiens Meisterwerk als Live-Konzert mit der Musik von Oscarpreisträger Howard Shore, Annie Lennox und Enya

Eins muss man ihnen lassen: Sie haben gutes Marketing und definitiv auch ein wenig Achtung verdient sich mit der miserablen Gesamtleistung unter dem Titel auf eine Bühne zu stellen und fast 50 € für eine Karte zu verlangen.

Was wird einem geboten? Eigentlich viel mehr als man erwartet: Man sieht vier völlig unabhängige Nacherzählungen der Ringgeschichte. Eine besteht aus Christopher Lee, der in eingespielten Videoclips einmal am Anfang “Guten Abend” sagt und dann auf englisch irgendwelche Sachen zu den Filmen um zum Gesamtwerk erzählt die mit dem Rest der Show eigentlich nichts zu tun haben. Bemerkenswert war allenthalben die Qualität der Wiedergabe, denn bei einigen Clips lief die Video und die Tonspur unterschiedlich schnell, ein Segment brach in der Mitte ab und eins haben wir zwei mal hintereinander gehört (wo sogar einige aus dem Orchester und Chor das Grinsen nicht unterdrücken konnten). Gegen Schluss fing er gerade mit der moralischen “The most important message of The Lord of the Rings is Friendship”-Rede an, als einer der Solisten, die das Video sehen konnte nach hinten hechtete und den Dirigenten das Orchester abwürgen liess, damit sie nicht das Schlusslied darein spielen… Alles in allem also eine perfekte technische Darbietung wie man sie auf vielen Volksfesten, VHS Diavorträgen oder Proseminaren schon besser gesehen hat.

Die zweite Erzählschnur ist ein Erzähler an dem Platz an dem man nach den Plakaten eigentlich Christopher Lee erwarten hätte, steht doch über den kompletten oberen Rand fett “Christopher Lee präsentiert”. Statt dessen sass in einem schönen Ledersessel ein Erzähler, der zwischen, während und nach der Musik die Geschichte des Ringes erzählte. Von der grossen Schlacht, von Sauron, den Hobbits, dem Rat bei Elrond, dem Kampf in Moria, und so weiter. Ausser das er zu laut war kann ich ihm neben ein paar Verlesern eigentlich nichts vorwerfen.

Das Problem waren die anderen, parallel laufenden Geschichten. Die ganze Handlung wurde auch noch in Form von Bildern gezeigt, die jeweils ein Segment der Handlung darstellten (Bilbos Geburtstag, der Angriff der Reiter, usw.) und die durchaus nett gemacht abgefilmt auf den Leinwänden an der Bühnenseite gezeigt wurden wo vorher auch Christopher Lee zu sehen war. Was die Bilder teilweise unerträglich gemacht hat, war ihre völlige Asynchronität zu dem Verlauf des Erzählers, aber das hat wie wir dann merkten wohl System:

Die vierte und letzte Ringerzählung geschah nämlich durch die Musik. Von dem Thema der Hobbits bis zu den Orks, von Enyas bis zu Annie Lennox’ Werk wurde viel der Filmmusik so nachgespielt wie es auch jedes andere Zweitklassige Orchester mit 30 Leuten nach ein paar Tagen Proben hinkriegen würde. Neben den teilweise einfach schrägen Tönen und Tempo-äh-missverständnissen die vorherrschten war zu allem Übel das Orchester oft mit seinen Themen weder beim Erzähler noch bei den Bildern. Der Erzähler spricht beispielsweise von dem Hilfegesuch der Hobbits bei Baumbart, wir sehen auf den Leinwänden Saruman in seinem Turm und das Orchester spielt voll Inbrunst und mit leicht dissonanten Blechbläsern das Thema der Gefährten. Die Bilder zeigen Kankra (die musikalisch oder beim Erzähler nie vorkommt) und wir hören das Mordorthema zu Erzählungen von Gondor und Minas Tirith. An das Thema von Rohan, von Kankra, das Schlusslied des zweiten Films und vieles mehr haben sie sich dann gar nicht erst rangetraut, dafür aber viel dazugemacht und das sorgte dafür, dass der Abend wenigstens unterhaltsam war:

In einer der seltenen Szenen als wenigstens Erzähler und Musik an der gleichen Stelle der Handlung waren hört man von Frodo und Sam, wie sie alleine durch die Totensümpfe gehen und sich zurücksehnen nach einem Abend in einer Kneipe im Auenland und schon spielt die dem Orchester vorgelagerte Band mit Fiedel, Pfeife, Akkordion und Westerngitarre ein Irisch klingendes Tanzlied zu dem einer der Liedtexte von Tolkien gesungen wird. “Nett” denkt man gerade als plötzlich auch das komplette Orchester einsetzt und mit Streichern die Irischen Weisen unterstützt und plötzlich die drei Gesangs-Solistinnen aus ihrer Starre erwachen und mit Schellenkranz über die Bühne tanzen. Nach der fünften oder sechsten Wiederholung fragt man sich kurz, was das jetzt mit dem Herrn der Ringe zu tun hätte aber da bemerkt man, dass der 20-Köpfige Chor ebenfalls begonnen hat mit rhythmischen “Mm-bap-bap”s ihren Riverdance-Zwang loszuwerden. Das Publikum hat inzwischen begonnen auf die Eins und die Drei zu klatschen und man ist immer noch leicht verwirrt als das Licht für die Pause angeht.

Meine in der Pause aufgestellte Theorie ist, dass das wirklich die Crew von Riverdance war, die immerhin Anfang Februar sowieso in der Saarlandhalle sein werden und vielleicht die kurzfristig am Norovirus erkrankte Mannschaft vom Herrn der Ringe ersetzte. Da die Irish-Folk-Sachen immer von der Band vorne ausgingen war die zweite Theorie, das selbige sich einfach ein Orchester und einen Chor gesucht hat, ein Christopher Lee Interview und einen Bildband “Herr der Ringe Bilder in falscher Reihenfolge” gekauft hat und damit jetzt grosse Abzocke betreibt. Aber unsere Gedanken wurden leider von einer zweiten Halbzeit verdrängt.

Hier lief alles wie vorher und mit den Möglichkeiten “Ärgern” oder “Einfach nicht ernstnehmen” haben wir uns für die zweite entschieden und Spaß an der letzten Hälfte des Konzerts. Zwei Dinge gab es hervorzuheben: Die Klimax der Handlung wurde dadurch unterstützt, dass zum ersten Mal seit Beginn der Veranstaltung Musik, Erzähler und Bildmaterial gleichzeitig an der selben Stelle der Geschichte waren und das auch bis zum Schluss blieben. Der widerum hätte einfach bei der durchaus angenehmen Darbietung von Into the West enden können, aber die dachten sich “Du, den Irish Folk den könne’ma ja am besten” und spielten nicht nur eine, nein, nicht zwei, nein sogar drei Zugaben des ein- und selben Irish Folk Stückes (wenn auch mit Liedtexten von Tolkien hinterlegt). Das Publikum war jetzt hin- und hergerissen mit den Solistinnen, die beim Ringeltanzen angekommen waren auf der Eins und Drei zu klatschen oder mit dem Erzähler, der leicht debil grinsend und auf den Füssen wippend an der Seite stand auf der Zwo und Vier zu bleiben oder einfach wie der Fiedler in der ersten Reihe so schnell zwischen verschiedenen Tempi zu wechseln, dass das mit den betonten Zählzeiten sowieso egal wird.

Ein Resumee? Bleibt da weg, es sei denn aus einem Trash-Gedanken um sich einen Abend kopfschüttelnd zu fragen, wofür Leute Geld ausgeben. Leider muss man dafür vorher selber Geld ausgeben. Die Gruppe ist übrigens tatsächlich eher eine Irish-Folk-Gruppe, die laut Ihrer Wikipediaseite schon seit über zehn Jahren Lieder und Gedichte von Tolkien vertonen und damit auch CDs aufnehmen. Warum dann gerade die sich ein schlechtes Orchester, einen zusammengewürfelten Chor und ein paar Solisten schnappen und unter dem Vorwand die Musik von Shore nachspielen zu wollen jede Gelegenheit nutzen, ihre (übrigens durchaus guten) Eigenkompositionen unter’s Volk zu bringen weiss ich auch nicht, aber die Show drumrum hätte einen etwas professionelleren Touch schon vertragen.

So. Mir geht’s besser, dem Blog tut ein Eintrag so alle paar Monate auch nicht schlecht und jetzt muss ich erst mal wieder die Soundtrack-CDs hören :-).

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Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).

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