Als mir ein Freund den Link (pun intended) schickte dachte ich zuerst “was ein Sch…”, aber Sekunden später liegt man lachend vor dem Rechner. Alles was man neben Flash und einer Breitbandverbindung braucht, ist Zeit, die 6 Episoden mit jeweils ungefähr 5 Minuten zu schauen, einen kranken Humor und ein wenig Kenntnisse vom ersten Teil der “Legend of Zelda” von Nintendo.
Diese (teilweise durch den Writer’s Guils Strike geförderte) Art von Internet veröffentlichen Miniserien mit vielen aber kurzen Folgen, die sich durch Werbung und einen nachgeschalteten Verkauf von DVDs mit allem möglichen Zusatzmaterial finanzieren ist eine sehr spannende Strömung. Eine Mischung aus Stand-Up und Homevideo aber von Profis (siehe vor allem auch The Guild und Dr. Horribles Sing-a-long-Blog in der Linkzeile oben).
Länger als Legend of Neil und von teilweise den selben Leuten ist The Guild, das über 10 ~3,5 Minuten Episoden eine Gruppe MMORPG-Spieler begleitet und mit Felicia Day als Autorin und Haupdarstellerin das verbindende Element der hier gelisteten drei Produktionen enthält. Sie (die auch z.B. bei Buffy schon mitspielte) hat auch eine Gastrolle in Legend of Neil, dessen Regisseur und Autor wiederum eine Hauptrolle in The Guild spielt.
Dr. Horrible’s Sing-along-Blog wiederum besteht aus 3 15min Folgen die im Vergleich richtig lang anmuten. Auch hier sind mit relativ wenig Budget (wenn wohl auch mehr als bei den beiden anderen Produktionen) sehr schön absurde Ideen umgesetzt worden. Nebst Musical und Verfolgungsjagd ist alles dabei und macht Lust auf mehr. Dr. Horrible ist eine Kreation von Joss Whedon, der mit Serenity, Firefly, Buffy oder Angel bekannt wurde und hier zeigt, dass man auch mit wenig Ressourcen gutes Fernsehen machen kann.
Als ich letztens von The Guild erzählte, die URL nicht zur Hand hatte und auf die Frage, wo das denn sei antwortete “Google einfach nach The Guild” dachten wir uns, dass das wohl nicht klappen würde. Beim Zusammensuchen der URLs für den Artikel muss ich jetzt korrigieren: Es klappt doch! Sogar ohne Anführungszeichen ist’s der erste Treffer.
Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).
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