Consequences
Glaube keiner Statistik...
Geschrieben um 12:49 von Martin.

Hilarious!

Hier das Original davon, und noch was zum Kochen und was zum Rollenspiel.

Wieviel seriöser doch ein paar erdachte Zahlen wirken, wenn sie in einem Schaubild stecken…

Damit hätte man Werbung machen müssen, dann wäre vielleicht die vermaledeite Proposition 8 in Kalifornien nicht durchgegangen die jetzt gleichgeschlechtlichen Ehen dort wieder die Rechtsgrundlage entzieht.

Musikfilmer
MilliVanillium Falcon
Geschrieben um 18:39 von Martin.

Argl. Grundregel des Journalismus: Quellen überprüfen! Als ich letzte Woche das (sehr coole) A Cappella Tribute to Star Wars eingestellt habe dachte ich noch “Oh cool, mit Link zum mp3, das lade ich mir dann mal später runter”. Hätt’ ich’s doch lieber gleich gemacht. Auf der Seite des MP3s findet man eine amerikanische A Cappella Formation, die das Arrangement bearbeitet und die Texte online stellt, aber leider auch eine Seite extra für die per YouTube zu ihnen gekommenen hat wo sie klar stellen, dass die Stimmen die man hört von ihnen sind und nicht von Corey Vidal, der das Video gemacht hat.

Schade eigentlich. Ich bewunderte schon die Tatsache, dass er ohne Knopf im Ohr die Stimmlage hält über alle 4 Tracks hinweg. Bei reinem Playback ist das natürlich einfacher zu lösen :-). Das Video ist immer noch sehr cool, und die Performance nett anzusehen, aber wenn man weiss, dass es 3 Leute sind, findet man den Tonumfang des vermeintlich einzigen Sängers auch nicht mehr so beeindruckend…

Oben die Links zu dem Artikel auf den ich mich beziehe und zur Originalgruppe die das Lied sang.

Ein Quantum Statistik
Der erste Bond, über den ich blogge
Geschrieben um 14:31 von Martin.

Man schaut dann nach dem Filmgenuss mal in der imdb nach, ob’s den irgendwelche interessanten Details zum Dreh des Filmes gibt und erwartet Informationen wie, dass einer der Aston Martins auf dem Weg zum Drehort von der Strasse kam und im Gardasee versank, ohne vorher auch nur einmal im Bild gewesen zu sein oder dass Paul Haggis das Drehbuch wenige Stunden vor in Kraft Treten des Writer’s Guild Strike erst fertig hatte.

Womit ich nicht rechnete sind die Statistiken die sehr graduell von “interessant” zu “beunruhigend, dass das jemandem auffällt” übergehen (Alle Infos aus der IMDB und für’s Blog übersetzt/gekürzt).

Erst ein paar normale Statistiken:

Der 22. offizielle Bond Film im EON Productions Franchise

Der 2. mit Daniel Craig als Bond

Der 1. Bond der eine direkte Fortsetzung ist.

Der 1. Bond Film, der einen im Duett gesungenen Titelsong hat

Die aber auch seltsamer werden:

Mit 106 Minuten der kürzeste Bond Film in der EON Productions Official Series.

Der 1. Bond dessen Premiere in Indien vor der in Nordamerika ist.

Der 1. Bond Film, bei dem das Videospiel am gleichen Tag erscheint.

Bis hin zu obskur:

Der 1. Bond Film, der seinen Titel (wenn auch nur den Titel) von einer Original Ian Fleming Geschichte hat seit “The Living Daylights” (1987)

Der 5. Bond Film, der nur seinen Titel und sonst nichts aus einer Ian Fleming Geschichte hat (nach “Man lebt nur Zweimal” (1967), “Der Spion, der mich liebte” (1977), “Moonraker” (1979) und später “A View to a kill” (1985)).

Der 1. Bond Film in dem ein Schauspieler (Jeffrey Wright) den amerikanischen Verbündeten Felix Leiter zum zweiten Mal direkt hintereinander spielte (David Hedison hat ihn in “Leben und sterben lassen” (1973) und “Lizenz zum töten”(1989) gespielt, dazwischen gab es aber 7 weitere Bond Filme)

Marc Forster ist der erste Bond Regisseur der als Deutsch-Schweizer nicht aus einem der British Commonwealth Staaten kommt.

Dann was zur Story selbst (keine Spoiler):

Der 1. Bond Film der auf der Albert R. Brocolli 007 Bühne gedreht wird, die eine Woche nach Ende der Dreharbeiten zu Casion Royale abbrannte.

Der 1. Bond der eine Wüste als Showdown mit dem Bösewicht hat

Der 1. Bond Film seit “Man lebt nur Zweimal” (1967), in dem Bond sich nicht mit “Bond, James Bond” vorstellt.

Die Schmutzigen Details:

Der 1. Bond Film seit “Der Hauch des Todes” (1987) in dem Bond nur einmal Sex hat.

Der 1. Bond Film in dem Bond nur einmal Sex hat und dann noch die Frau dazu stirbt.

Die Action (und Haarspalterei):

Der 1. Bond in dem eine Autoverfolgungsjagd die Haupt-Actionsequenz vor dem Vorspann ist (In “Der Hauch des Todes” (1987) waren es Jeeps).

Der 1. Bond Film der eine Bott und eine Auto Verfolgungsjagd hat sein “Leben und sterben lassen” (1973)

Und die sinnvollste Statistik überhaupt:

Der 1. Bond Film, der in einem Jahr erscheint, das auf 8 endet. Es gab keine Bond Filme 1968, 1978, 1988 oder 1998

Bevor jemand mit mir darüber inhaltliche Diskussionen anfängt – ich hab’ das auch nur abgetippt und übertragen, und nicht wirklich das Bondwissen um diese Behauptungen verifizieren zu können. Aber ernsthaft: Will man das?

Filmmusiker
A long time ago...
Geschrieben um 18:09 von Martin.



Heute geht’s um Filmmusik, bzw. eigentlich um die Komponisten derselben.
Bisher dachte ich immer Filmmusik wäre sowas wie Regisseure. Selbst wenn man nicht jede Woche im Kino ist hat man schonmal was von Steven Spielberg gehört und kann vielleicht auch noch ihn zu Schindlers Liste und George Lucas zu Krieg der Sterne zuordnen. Genauso war meine Annahme, dass man zumindest John Williams, Hans Zimmer, Howard Shore, Thomas Newman, oder Danny Elfman schonmal gehört haben sollte. Oder wegen mir auch Ennio Morricone wenn man mehr in die Anfänge gehen will.

Das ist leider eine falsche Annahme. Ob es schon eine Initiative gibt, Filmmusiker der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen (“Soundtrack Composer’s Awareness Movement - SCAM”) weiss ich nicht, aber es wäre an der Zeit eine zu gründen.

Man muss die einzelnen Komponisten ja nicht gleich erkennen oder ihre Filme aufzählen und Themen nachsingen können, aber “John Williams? Nie gehört.” ist irgendwie auch nicht richtig.

Gerade er hat mitgeprägt wie wir heute Filme wahrnehmen. Mit Star Wars (heute Episode 4 – A New Hope) hat er Maßstäbe gesetzt und zum ersten Mal wieder eine richtig symphonische Komposition hinter den Film gesetzt die mit Themen für die Charactere, einer Ouvertüre und auch einer Schlusssuite die – eigens für den Abspann komponiert – nochmal alle Themen aufgreift mehr an eine Oper erinnert als an die damals übrigen Soundtracks die oft nur aus einem Popstück und ein paar Streichern für die Dramatik bestanden. Gerade der Punkt der Schlusssuites ist auch der Grund warum ich immer den Abspann noch komplett im Kino abwarte (wenn nicht wie bei Krabat einem die Liedauswahl fast das Filmerlebnis wieder zerstört). Auch John Williams Meisterwerk über mittlerweile sechs Star Wars-Filme hinweg Themen konstant zu halten und selbst die von der Story her diskutierfähigen Episoden eins und zwei anschaubar machen (gerade als in Episode 2 zum ersten Mal das Vader-Thema anschlägt, als Anakin seine Mutter rächt oder auch das Thema des Binary Sunset als Anakin und Amidala in fast der gleichen Kulisse vor dem späteren Elternhaus von Luke stehen, die auch schon in Episode 4 vorkam).

Über Soundtracks zu bloggen und Danny Elfman nicht zu erwähnen geht nicht, deshalb muss ich das kurz tun: Er ist der Haus- und Hofkomponist von Tim Burton und in nahezu allen seinen Filmen präsent. Am deutlichsten hörbar in Corpse Bride und A Nightmare Before Christmas wo er zwei komplette Musicals schrieb die dann von Tim Burton in Stop Motion Photography umgesetzt wurden. Einen wunderschönen Artikel zu Nightmare (den man gerade um diese Zeit eigentlich sehen muss), hat John Scalzi im August verfasst wo er zwar mehr über das Gesamterlebnis als über den Soundtrack spricht, aber egal. Er fasst den Grund des Erfolges des Films sehr pointiert zusammen:

A pseudo-secret document for the freaks and geeks, who took to it with love and affection, and don’t have to outgrow it, because it’s built to appeal to the alienated of all ages

Das nicht nur ich auf die Musik achte ist mir bei Battlestar Galactica aufgefallen (also der neuen Serie), wo der Komponist der Serie ein eigenes Blog hat, in dem er Folge für Folge beschreibt, wie er welche Themen neu orchestriert oder schreibt um die Dramaturgie zu unterstützen.

Wie man merkt bin ich nicht ganz neutral bei diesem Thema :-). Wer mitbekommt das hier in der Nähe Soundtrackkonzerte stattfanden: Bescheid sagen! Wir waren vor ein paar Monaten auf dem Halberg und hörten die Deutsche Radio Philharmonie mit Werken von oben schon gelobtem John Williams spielten (ein wenig zu viel aus Harry Potter für meinen Geschmack aber immerhin auch Star Wars, Indiana Jones, Jurassic Park und Schindler’s List).

Als Abschluss bevor ich noch zu jedem anderen Namen oben meine Lieblingsstücke aufzähle und selber anfange alle kurz anzusingen hier ein sehr cooles Stück aus Youtube wo ein Sänger sich selbst viermal aufnimmt und so vierstimmig a cappella ein John Williams Medley mit Texten zu Star Wars singt. Lohnt sich!

Direktlink zum Video. Wenn Ihr die Bandbreite habt, klickt auf den Link und auf das “High Quality”-Video. Lohnt sich der Sound Qualität wegen! Gibt auch ein mp3 auf seiner Homepage.

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Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).

Martin Gisch - Großherzog-Friedrich-Str. 70 - 66121 Saarbrücken

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