dauert das halbe Leben
Geschrieben um 23:38 von Martin.

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Oder 2 Wochenenden, wenn man vorher 2 Jahre lang alles nur in “wegschmeissen”, “vielleicht aufheben” und “auf jeden Fall aufheben” getrennt hat. Aus diesen drei - für die Recherche äußerst ungeeigneten - Stapeln wurden jetzt 5 Ordner mit allen Kontoauszügen, Kreditkartenabrechungen, Telefonrechnungen, Finanzamtsunterlagen, Krankenkassenbelegen und was sich sonst noch so alles angehäft hat. In einem Anflug von Pedanterie habe ich auch innerhalb der einzelnen Kategorien alles chronologisch geordnet und mit Einlegeblättern getrennt.

Ein schöner Nebeneffekt dabei waren, daß ich Zahnarztrechnungen gefunden habe, die ich noch ganze 2 Monate lang bei meiner Zusatzversicherung einreichen kann, bevor die mir nichts mehr davon erstatten. Ausserdem ist das Gefühl, endlich am Boden der Zettelstapel angelangt zu sein unglaublich aufbauend.

Dass ich den Stapel wohl nie gemischt habe und brav immer nur oben drauf lege habe ich dann daran gemerkt, dass zu unterst der Mietvertrag für meine aktuelle Wohnung lag – das erleichterte auch die kriminalistische Frage, wann ich denn zum letzten Mal einsortiert habe :-).

Im “Herbstdepressionen durch Aktivismus bekämpfen”-Projekt ging es dann weiter mit all den typischen Kleinigkeiten in und an der Wohnung die zwar eigentlich keine Zeit brauchen, die man aber solange vor sich herschiebt, bis man komplett vergessen hat, dass man ja was tun wollte. So habe ich jetzt wieder auf jeder Seite des Bettes eine funktionierende Nachttischlampe und kann mich beim Lesen wieder umdrehen…

Alles in Allem kann ich solche Aufräwochen jedem empfehlen. Durch das ordnen der Umgebung ordnet man auch seinen Geist - zumindest ich habe das bei mir bemerkt. Auch das Glücksgefühl, wenn man die gefüllten Ordner im Schrank sieht oder auch mal die andere Lampe im Schlafzimmer anmacht ist schwer zu erklären und kommt wohl weniger vom Bewältigen der Aufgaben sondern vielmehr von der Freude daüber, endlich mal den Arsch hochgekriegt zu haben und sie auch anzugehen.

So. Genug Lebensphilosophie :-). Auf mein Blog hatte das natürlich auch Auswirkungen, so kann ich endlich mit einem RSS-Feed aufwarten (sogar mit 1.0 und 2.0er Format). Einfach unten auf die entsprechenden Icons klicken oder im Opera rechts auf das blaue [RSS] in der Titelzeile, dann müsst Ihr nicht mehr sechs Wochen lang vergeblich nachschauen, ob’s denn schon was neues gibt.

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Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).

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