away above the chimney tops
Geschrieben um 17:12 von Martin.


Titelbild

Where troubles melt like lemon drops.

Das Bild ist von meinem Bürofenster aus gemacht (Momente, in denen man sich wünscht, mehr als 640x480 Pixel in Griffweite zu haben) und zeigt den schönsten Regenbogen, den ich je gesehen habe. Man sah den Nebenbogen deutlich und der Hauptbogen hatte sogar (auf dem Bild leider nicht gut zu erkennen) mehrere kleiner werdende Farbbögen drunter.

Dies zum Anlass nehmend, hier mal wieder ein kleiner Zwischenbericht, dem ich aber ausser dem Regenbogen nicht viel zufügen kann.

Mein Zimmer ist inzwischen nahezu fertig umgeräumt und Abnehmer für die alten Möbel sind auch gefunden, das einzige was stört sind die improvisierten Lösungen für die ich noch weitere Möbel kaufen oder Dinge festschrauben muss und die Angst, dass ich es nie tun werde (streng nach “Nichts hält besser als ein Provisorium”). Aber ich bin guter Dinge - immerhin werden die alten Möbel in denen noch Kruscht liegt bald neue Besitzer haben und dann bin ich auch gezwungen den Rest des Zimmers fertig zu machen. Bilder gibt’s dann auch mal irgendwann.

Wenn er schon auf mich linkt hier auch ein Link auf ein Blog, das Wolfgang (der bei mir mit ihm Chor singt und mit Segeln war) gestartet hat: Basscake. Hat im Zuge des Anfangsenthusiasmusses auch noch eine deutlich höhere Frequenz als mein Blog (und dabei spielt er Bass und sollte sich besser mit den tieferen Frequenzen auskennen ;-).

Aber bevor’s hier in schlechte Witze abgleitet schnell noch die Kinokurzkritiken:

Mord im Pfarrhaus – British. Eine schöne Sneaküberraschung, da der Film erst 4 Wochen später anlief. Rowan Atkinson spielt keinen Mr. Bean sondern einen eher zurückgezogenen Pfarrer und die eigentliche Handlung spielt zwischen Kristin Scott Thomas (seiner Frau) und Dame Maggie Smith (seiner neuen Haushälterin), die ein wenig unkonventionelle aber endgültige Methoden hat mit Störenfrieden wie dem Hund des Nachbarn umzugehen. Schwarze Komödie mit guten Schauspielern.

Brokeback Mountain – Wunderschön. Als ich vor inzwischen schon langer Zeit hörte, dass Ang Lee einen Film über zwei schwule Cowboys macht hab’ ich schon beschlossen reinzugehen, mir aber einen anderen Film vorgestellt als es jetzt wurde. Ich fand es auch toll, den Film trotz all des Medienrummels im Filmhaus sehen zu können in einem vollen Saal mit einem eher eindeutigen Publikum :-). Der Film ist eine Liebesgeschichte, die mit Ruhe und wunderschönen Bildern erzählt wird. Dass die beiden jetzt Männer sind ist zwar für viele Aspekte der Story aber nicht für die Gefühle wichtig - als Spartenfilm würde ich ihn nicht bezeichnen. Auf jeden Fall reingehen.

Capote – Beklemmend. Guter Film, macht aber nachdenklich, wie unbeteiligt Capote beim schreiben seines Tatsachenromans wirklich war. Verliert durch die Synchronisation, da ein entscheidender Teil des Darstelleroscars für Philip Seymour Hoffman auch seine Fistelstimme war.

V wie Vendetta – Cool. Comicverfilmung von den Matrix-Machern. Nach dem Film denkt man sich, warum die beiden nicht statt den enttäuschenden Matrix 2 und 3 lieber weitere Eigenständige Filme wie V gemacht haben. Der Film spricht sehr mit übertriebener Comicoptik und erzählt eine schöne Fabel für Demokratie und gegen totalitäre Systeme. Die Methodik, die V einsetzt und auch seine Motive sind nicht immer so hehr, aber der Grundtenor des Films, dass eine Idee stärker als Waffen ist positiv.

Basic Instinct 2 – Unnötig. Da kann und will ich fast nicht mehr zu sagen, ausser das es Sneak war (was mich entschuldigt, diesen Film hier überhaupt zu erwähnen)

Ronja Räubertochter – Zeitlos. Bei allem schlechtem über das Cinestar - sie zeigen ab und zu gute alte Filme. So konnte ich diesen ersten Film, den ich jemals im Kino gesehen habe (damals in der 2. oder 3. Klasse) schon weiter zweimal auf Grossleinwand sehen, dieses Mal mit meinem sechsjährigen Neffen und Patenkind.

Ursprungsfoto
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Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).

Martin Gisch - Großherzog-Friedrich-Str. 70 - 66121 Saarbrücken

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