Twelve Days Of Christmas
Auf ein Neues!
Geschrieben um 18:56 von Martin.



Zwölf Tage Weihnachten sind rum. Je nach Kulturkreis auch schon seit gestern morgen, aber heute dann auf jeden Fall. Ob jetzt die drei Könige einfach nur so lange gebraucht haben, bis sie es nach Bethlehem geschafft hatten oder man damals auch schon die Notwendigkeit gesehen hat, einen Punkt im Jahr zu haben wo mal (fast) alle Leute gleichzeitig 2 Wochen am Stück frei haben ist egal – rum ist’s auf jeden Fall.

Meine Weihnachsts-/Sylvesterroutine hat auch dieses Jahr funktioniert, einiges an Ruhe zurück gebracht und verbrauchte Akkus aufgeladen. Ein paar Tage zurück im Elternhaus, gefüllt mit Spaziergängen, großem Familienessen, Besuchen bei Freunden im Heimatdorf machten den Anfang. Darin enthalten der alljährliche Besuch in der früheren Stammkneipe, wo zwar jedes Jahr weniger Leute aus meinem Alter am 25.12. kommen, aber immer noch genug, um die Tradition am Leben zu halten.

In dem Zusammenhang ein kurzer Abstecher in die Suchbegriffe mit denen ich gefunden werde: Mein Topsuchbegriff bei dem ich zeitweise sogar auf Platz eins bei Google war (jetzt ‘nur’ noch Platz 3) ist seltsamerweise “Rollpiano” – ja, dazu hab’ ich einen Artikel verfasst und ja, den find’ ich auch ganz gelungen, aber warum so hoch geratet? Danach die offensichtlichen “Halbwissen” “Fundiertes” und Kombinationen davon und danach wird’s dann schnell obskur. Gefreut hat mich beim Logs checken diese Woche ein Suchbegriff, bei dem ich zwar nicht dachte gefunden zu werden, aber leugnen auch zwecklos ist: “Schwul in Birkenfeld”. Viel genauer kann man meine Oberstufe dann auch nicht beschreiben – schön das Google das auch so sieht.

Aber ich schweife ab :-).

Nach dem trip down memory lane in der alten Heimat ging’s mit dem Chor für entspannende 7 Tage auf Sylvesterfreizeit und abgesehen von den bedauerlichen Krankheitsausfällen und auch denen, die Ihre Erkältung dort erst bekamen, war’s wie immer ein beschauliches und vor allem erholendes Zusammensein mit vielen Gesprächen über die ugandischen Schlufpwespen und alles was sonst noch dazu gehört.

Um diesen Blogeintrag zu schliessen (schliesslich kann ich nicht zwei überlange Einträge in Folge verfassen ;-) komme ich auf die eingangs erwähnten “Twelve Days of Christmas” zurück, die auch Teil einer unserer Diskussionsrunden waren. Hierzu möchte ich den Christmas Price Index nachliefern, der ähnlich dem (ernstgemeinteren) Warenkorb jährlich ermittelt, was die Geschenke des zwölften Tages zusammengenommen kosten würden. Ausserdem die mathematische Herleitung (englisch) warum es in Summe 364 Geschenke sind, die der Sänger im Laufe des Liedes von seiner wahren Liebe bekommt. Das die “five gold rings” kein Schmuck sind, sondern eigentlich Vögel mit bunten Hälsen (Fasane), wussten Sie ja bestimmt.

Ohne Powerpointfähiges Bild glaubt einem ja heute keiner mehr was deshalb hier nochmal die Übersicht:

Jan fragt das Publikum
Wenigstens war's trocken
Geschrieben um 11:51 von Martin.

Nachdem ich die Geschichte an sich schon witzig fand, gibt’s jetzt bei Jan auch einen Blogeintrag mit Bild dazu. Lohnt sich!

Was man sich danach fragt: Haben die eigentlich irgendwelche Einstellungstests?

…und das an meinem Geburtstag
Und warum sagt mir das keiner?
Geschrieben um 23:58 von Martin.

Wollte ich letztens als Geburtstagsüberraschung noch das machen, was einem als Kind der 90er-Jahre Werbung als erstes einfällt: Das Bild schwarz-weiss drehen, ein hartes Traing beim Eiskunstlauf und dann ein YES-Torty nebst Kerze drin hinstellen, aber was muss ich erfahren:

Die gibt’s gar nicht mehr!

Offensichtlich wurden die fast nur von Leuten wie mir gekauft, die wenige Male im Jahr verzweifelt ein Notfall-Geburtstagsgeschenk suchen, das trotzdem irgendwie nett ist und damit kann man leider die Werbung und Produktion nicht finanzieren (wobei man ja eigentlich keine Werbung mehr bräuchte – meine Altersgruppe dürfte gebrandet genug sein). Eine kurze Google-Recherche ergab noch einen Revivalversuch 2007, der aber mangels Käuferinteresse dann auch wieder eingestellt wurde und diverse Theorien, ob der Untergang auch mit an dem “Skandal” um den Restalkohol den die Nussmischung enthält lag (den YES wie auch bei Milchschnitte hatte, aber unterhalb der Grenze, wo man’s angeben muss).

Als Alternative wird in Foren tatsächlich Milka Tender diskutiert, aber auch wenn’s vom Produkt her was Ähnliches sein mag – von Milka Tender gab’s nun mal nie Werbung mit traurigen Eiskunstläuferinnen, und ohne die bringt das ja alles nix. Falls jemand von RTL II hier mit liest: Wie wär’s mit “Die 10 bekanntesten Werbegesichter der 90er” mit der Frau aus der Palmolive Werbung (“In Geschirrspülmittel ?!”), Egon Wellenbrink (dem Melitta Mann), den beiden “Fruchtig!”, “Nee, sahnig!” Kindern und eben auch selbiger Eiskunstläuferin.

Peinlich ist es, dass ich gerade Egon Wellenbrink ohne Nachzudenken richtig geschrieben habe und dann googlen musste, ob man Melitta mit einem oder zwei ‘l’ schreibt…

Goldene Hochzeit Planen
Wedding Planner ToDoList
Geschrieben um 08:20 von Martin.


Die Eltern von Freunden von mir hatten letzte Woche Goldene Hochzeit und wir beneideten sie alle um Ihre Weitsicht, dass sie schon vor fünfzig Jahren planten, ihr Jubiläum an einem Samstag feiern zu wollen – auf den fiel es nämlich. Selbiger Freund, der vor sieben Jahren heiratete beschwerte sich dann, warum das bei ihm nicht klappte, obwohl da keine anderen Ausnahmen drin sind (keine seltsamen Jahrhunderte in denen es nicht klappt wie 1900 oder 2100 in keinem der beiden Zeiträume).

Nach einem Nachdenken ist meine Kurzantwort (ja, dieses Wort existiert in meinem Wortschatz): Weil 50 nicht durch 4 teilbar ist. Hier die Erklärung:

Wenn man den Zeitraum der 50 Jahre (kann man da Quintdekade oder sowas sagen? Zentenarium für 100 Jahre findet man im Netz…egal) betrachtet geht es um Schaltjahre in diesen 50 Jahren. Der Einfachheit halber nehmen wir die Hochzeit mal irgendwo zwischen März und Dezember an, wenn nicht muss man die Jahre um eins verschieben. Wir haben also einmal ]1958,2008] und einmal ]2001,2051]. In beiden Zeiträumen sind keine Ausnahmen, d.h. wir haben einmal die Schaltjahre (1960,1964,1968,1972,1976,1980,1984,1988,1992,1996,2000,2004,2008) und einmal (2004,2008,2012,2016,2020,2024,2028,2032,2036,2040,2044,2048). Im ersten Fall sind es 13, im zweiten Fall aber nur 12. Da man für das gleiche Datum in einem Folgejahr einen Wochentag ‘später’ ist, bei einem Schaltjahr aber zwei, heisst das, dass bei der Hochzeit von 1958 50+13 also 63 Wochentage vorgespult wurde, bei der zweiten Hochzeit von 2001 aber nur 50+12 also 62. Bei sieben Wochentagen landet man also im ersten Beispiel auf dem gleichen Tag, im zweiten aber einen Tag früher.

Ergo heisst das, dass man (bei einer Hochzeit nach Februar) tunlichst in einem Jahr heiraten sollte, das ein oder zwei Jahre vor einem Schaltjahr liegt um am gleichen Wochentag goldene Hochzeit zu haben. Für Hochzeiten ab 2050 gilt das leider nicht mehr, da 2100 kein Schaltjahr ist, obwohl durch vier teilbar. Hier empfiehlt es sich Sonntags zu heiraten oder sich frühzeitig auf eine goldene Hochzeit Freitags (oder bei ganz schlechter Planung sogar Donnerstags) einzustellen.

Die Dreieckige Schrillwand
im Café Pinn...oder so.
Geschrieben um 00:56 von Martin.

Vor ganz kurzem (wenn man den 26. Januar noch so bezeichnen mag) hab’ ich mit Freunden im Café Schrill gefrühstückt und zwar direkt vor der den Saarbrückern unter den Lesern bestimmt bekannten dreieckigen Pinnwand. Zwischen einigen Kaffoladen und dem gemischten Frühstück liest man dann aus Langeweile doch den ein oder anderen Eintrag, aber dass gleich soviel spassiges an der Wand steht hätten wir nicht gehofft. Den damals gefassten Plan, daraus mal wieder einen Blogeintrag zu machen setze ich dann auch hüstel zeitnah um :-). Da mein Handy unscharfe Bilder macht und meine Bildbearbeitungskünste auch Grenzen haben gibt’s die Texte immer nochmal abgetippt – ich bin gespannt welche neuen Googlehits ich dafür kriege :-).

Da man vor der Kritik ja immer loben soll, was jeder, der schonmal ein Managerseminar besucht hat mir bestimmt bestätigen wird, erstmal die erfrischendste Wohnungsanzeige seit langem.

    blablabla WG blablabla F/F/M/? blabla
blablabla SONNE blablablablabla 25m²
blablablablabla KÜCHENBALKON blabla
bla SOCKEN blablablablablabla
blablablablabla Abenteuer blablabla
bla 232€(TOTAL+DSL) blablablablabla

Als nächstes die junge Frau (und wenn’s ein junger Mann war, der kann sich dann gerne zur Mathenachhilfe bei mir melden ;-)), die einen unfairen Tausch vorschlägt. Abgesehen davon, dass mich eine 4-Dimensionale Wohnung sehr interessieren würde in der es Quadrat-Quadratmeter gibt würde ich für 45 dieser Hyperwürfel keine 230 Hyperwürfel Miete zahlen (und dann noch kalt).

    SUCHE
helle 1½ - 2 Zimmerwohnung im Nauwieser Viertel oder City. ca 45qm²; 230qm² kalt

Und dann war da noch die Physiotherapeutin. Wenn uns die ersten beiden Anzeigen nicht aufgefallen wären, hätten wir nie alle anderen auch gelesen und uns wäre diese tragische Unvermittelbarkeit entgangen. Hier die erste Anzeige:

    Ich, Frau, 28 Physiotherapeutin, Tai Chi Lehrerin, Triathletin suche ab Januar oder Februar eine/n zuverlässige/n, nette/n, saubere/n, interessante/n, Mitbewohner/in in einer 2er WG
in 3ZKB (+ Badewanne + Balkon + Garten + Parkettboden + Tiere sind erlaubt + super Nachbarn + Keller + Waschküche und in 3min in die Stadt)
in einem 18qm Zimmer und gemeinsamen Wohnzimmer warm 310 € in der Spichererbergstrasse

+ verkaufe Einbauherd mit Einbauschrank in weiß und schwarzen Chefsessel

Etwa 30cm weiter rechts hing dann ein offensichtlich später angebrachter Zettel – wenn der Text nicht wäre spräche die Handschrift für sich:

    Ich suche (28, weiblich, Physiotherapeutin, Tai Chi Lehrerin, Triathletin)
ab 1.2. eine/n sauberen, zuverlässigen, aussergewöhnlichen, netten, interessanten Mitbewohner/in
in eine 2er WG in St.Arnual (am Schloss)
2ZKB (Badewanne, Garten, Balkon, Parkettboden, super Nachbarn, Keller, …)
in 3min in die Stadt, das freie Zimmer hat 18qm, warm 330 Euro.

Spannend, was sich nach den offensichtlich nicht genügend interessante/n Bewerber/innen im Januar dann änderte: Interessant reicht nicht mehr, jetzt muss es aussergewöhnlich sein. Die unsäglichen Mischformen spart man sich ausser bei eine/m und Mitbewohner/in. Da keiner wusste, wo die Spichererbergstrasse ist, schreibt man besser “am Schloss” und die Waschküche und die Tiererlaubnis fällt auch unter den Tisch. Herd und Chefsessel sind weg – auch das Wohnzimmer scheint belegt zu sein, aber das macht ja nichts: kostet ja schliesslich auch 20 € mehr.

Sunshine Trip
Segeltrips auf der Vertrouwen
Geschrieben um 18:01 von Martin.

Eine der wenigen Inhaltstragenden Seiten auf meiner alten Homepage war die der Segeltrips. Deshalb hier der entsprechende Artikel, alle News zum aktuellen und den vergangenen Trips finden sich hier.

Erstmal zum nächsten Trip: Der findet wie schon seit einigen Jahren sieben Tage lang statt, und zwar vom 13.8.2010, 20h bis zum 20.08.2010, 16h. Beide Tage sind Freitage und beide Zeiten sind in Lemmer. Kosteninfos gibt’s per Mail und die Hinfahrt erfolgt wie immer in Eigenregie.

Ich würde mich sehr freuen, von möglichen Mitkommern Nachricht zu erhalten.

Für die, die es hierher verschlagen hat ohne zu wissen, wo sie sind ein paar Infos zum Segeln:

Wir Segeln seit 1995 mit dem gleichen Schiff (damals noch als Abschlussfahrt vor’m Abitur) und gleichen Skipper über’s Ijsselmeer. Über die Zeit hat sich natürlich auch der Kreis der Mitfahrenden verändert und aus einem “Nostalgieabisegeln” ist ein “Leute, die Martin kennen”-Segeln geworden. Wie immer freue ich mich auch über Leute, die ich nicht kenne, die noch nicht mit waren, die das einfach mal probieren wollen, wobei allen klar sein sollte, dass diese Art Urlaub nicht jedermanns Sache ist.
Durch den Tagesablauf im Hafen und an Bord kommt es zu Urlaubsuntypischen Aufstehzeiten von 8-9h, Frühstück, das bis halb zehn oder zehn schon wieder abgeräumt und gespült sein muß, Küchendienst an zwei Tagen mit Spülen für die ganze Mannschaft und Essen kaufen, schleppen, schnippeln, zubereiten. Auch ist man 7 Tage lang mit 10-13 Leuten auf relativ engem Raum zusammen, hat Frühstück und Abendessen zusammen und den ganzen Tag über auch gemeinsame Arbeit an Deck. Wer also eher der Vollpension-Ferienanlage-Swimmingpool-Typ oder auch der Mein-Zelt-Meine-Schneeschuhe-Sibirien-und-ich-Typ ist, für den ist so ein Segeltrip wohl die falsche Entscheidung (oder eine gelungene Abwechslung).

Links zu der Reederei etc. finden sich oben in der Titelzeile hier erstmal ein paar Fotos die Yasuo, unser fotografierender Japaner (820 Bilder in 7 Tagen) 2005 aufgenommen hat. Klicken für größere Versionen - wer volle Auflösung will bitte Mail. Viele Fotos sind auch in die Hintergründe des Blogs eingegangen – eigentlich alles was nach Himmel und Meer aussieht ist aus Holland.

Chuck and Larry
Blind Date im UT3
Geschrieben um 22:58 von Martin.


I Now Pronounce You Chuck and Larry oder auch mit dem schönen deutschen Titel Chuck and Larry - Wie Feuer und Flamme hätte ein sehr platter Film werden können. Zugegebenermassen ist er das (vor allem im ersten Drittel) auch an vielen Stellen. Trotzdem hab ich schon deutlich schlechtere Adam Sandler Filme gesehen und zähle den hier eher zu seinen guten.

Worum geht’s? Zwei (heterosexuelle) Feuermänner lassen sich verpartnern um eine Verwaltungshürde der Pensionskasse zu umgehen. Alle Gags und Plotideen die man nach diesem Satz hat (ja auch die offensichtlichsten) werden brav umgesetzt, aber durchaus so nett in Szene gesetzt und auch von dem ein oder anderen unerwarteten Gag gewürzt, dass das Gesamterlebnis ein positives ist. Die plakative “Mehr Toleranz”-Message die gegen Ende des Films lauter und lauter wird ist Hollywoodtypisch mit vollen Farben aufgetragen, aber trotzdem noch angenehm zu ertragen.

Was mir vielleicht bei der positiven Kritik geholfen hat ist, dass das mein erstes Blind Date war, seit das UT-Kino nach fast 10 Jahren mit der Tradition brach und von 23h auf 21h verschob. Die Boykottpause hebe ich (wenn auch erstmal nur einmal im Monat) auf um weiterhin wenigstens einen Teil solcher Perlen wie Guesthouse Paradiso, Ballerman Sechs oder Virus sehen zu dürfen (um nicht zu sagen: Man geht ja nicht primär wegen der Filme hin :-)).

In Zukunft also an jedem 2. Mittwoch im Monat Filmkritik vom OV-Sneak im bösen Kino und an jedem 4. Mittwoch vom Blind Date im guten Kino zur falschen Zeit. Warum gibt’s kein wöchentliches OV-Sneak bei den City-Kinos um 23h ohne nervige Vorveranstaltungsverlosungsshow?

Schweinemilch
Fragen, die sich keiner stellt
Geschrieben um 18:10 von Martin.



Neulich in der Mensa leite Silke die Frage von Timon weiter, warum es denn keine Schweinemilch gäbe und bat mich, das doch mal nachzuschauen. Das war leider gar nicht schwer, dafür waren die Antworten wenig befriedigend:

Wie sich Sat1 “Clever” , “wer-weiss-was” und “TK-Logo”, das Kinderwissenschaftsmagazin meiner Krankenkasse einig sind, gibt es aus mehreren Gründen keine Milch und keinen Käse von Schweinen, aber so richtig zusammenhängend erklärt wurde es nirgends. Ich versuche es in kurz:

  • Wenn man Schweine melkt dauert es alle 50ml eine kurze Zeit bis es weiter geht
  • Wenn man Ferkel zu früh von der Muttermilch absetzt sterben sie (bekommen Antikörper erst über die Muttermilch)
  • Wenn die Ferkel (von selber oder gezwungenermassen) aufhören, Milch zu wollen ist nach wenigen Stunden Schluss
  • Käse gibt’s sowieso keinen, da zu wenig Casein in der Milch ist

Was mir an Erklärung fehlt ist, warum man die ersten drei Punkte nicht irgendwie durch Züchtung wegbekommen hat – schliesslich haben Kühe auch nicht von Haus aus eine so lange Zeit Milch ohne Kälber. Ist’s Zufall? Gibt es einen weiteren Grund? Würden wir Schweinemilch überhaupt kaufen oder ist die Assoziation mit dem “Dreck”schwein zu gross, auch wenn Schweine eigentlich sehr reinliche Tiere sind?

Fragen über Fragen, aber doch keine Antwort…

Das Geheimnis des Cagliostro
Lesung mit Michael Schneider beim Buchspecht
Geschrieben um 23:15 von Martin.



Es ist eine interessante Erfahrung, auf eine Veranstaltung zu gehen, ohne irgendeine Idee zu haben, was einen erwartet. Auf der Karte, die ich geschenkt bekam stand nur, dass eine Lesung wäre, ein kurzes Googlen ergab, dass der Autor selber liest, dass das Buch dieses Jahr erst herauskam und dass es sich um eine fiktive Autobiografie eines Scharlatans aus dem 18. Jahrhundert handelt.

Was mich dann positiv überraschte ist, dass der Autor neben seiner Schreiberei auch Mitglied im magischen Zirkel ist und seine Lesung immer wieder unterbrach und zum Thema der gelesenen Passagen passende Zaubertricks vorführte.

Der Abend war der Start einer Reihe von Lesungen in der neu eröffneten Buchhandlung Buchspecht, und man kann mit Spannung erwarten, was noch an Büchern und Autoren dort (ge)lesen wird.

Des is a rischtich Hochzichzeitung
Geschrieben um 18:08 von Martin.


Titelbild

Die Traumhochzeit um die es geht war die von Miriam und Philip, für die ich mit Weiny zusammen die Hochzeitszeitung gemacht habe. Das Bild ist logischerweise auch etwas älter, aber sollte vor der Hochzeit ja noch nicht online gehen (die am 3. Dezember war, wobei die Zeitung schon Ende November Richtung Druckerei ging). Es dokumentiert schön welches Chaos man sich in der Wohnung schafft wenn man 16 Seiten layouten will und gar nicht weiss, wo zwischen Scanner, Drucker, Korrekturfahnen und Babybildern man noch sich selber und seine Tasse Kaffee hinstellen will.

Aber soviel zum Aufhänger - die Hochzeitsfeier war wunderschön (sie haben auch beide “Ja” gesagt). Das Essen war toll, das Ambiente klasse und trotz der formellen Gelegenheit war es ein erfreulich lockeres und unkompliziertes Fest.

Ursprungsfoto
Senza una mosca e senza alcool
Geschrieben um 02:20 von Martin.


Titelbild

Heute ein Beitrag zur Berichterstattung eines schönen rautavistischen Experimentes zur Herstellung von Sambucca ohne Alkohol. Der seltsame Untertitel sagt auch genau nur das aus - “Sambucca con mosca” heisst der Sambucca wenn er “mit Mücke”, sprich mit Kaffeebohnen getrunken wird, aber die haben wir dann auch weggelassen.

Initiiert wurde das Experiment von den beiden (laut Wikipedia) berühmten Rautavistikern Peter “..pan” Rullmann und Christoph “Herr” Stahl (ersteren sieht man unten mit Krone am Fahrad, aufgenommen nach der Party von letzterem, dessen Küche auch für das Experiment herhalten musste).

Hier die Anleitung für’s Nachmixen: Man nehme ein Glas Sambucca, zünde den Alkohol an und stelle das Glas schräg (am besten an einer Herdplatte oder etwas anderem feuerfesten), damit Sauerstoff nachkommen kann und brenne den Alkohol ganz aus. Ein guter Indikator für die etwa 50%ige Vernichtung des Alkohols ist das Zerspringen des Glases (im Bild schon passiert was man an dem charakteristischen, gezackten Rand des Glases sieht. Eine kleine Randbemerkung: Um den Geschmack der Glasscherben nicht im Endprodukt zu haben sollte das abgekühlte Sambuccakonzentrat durch einen Aromafilter gegossen werden.

Damit das ganz jetzt nicht zu süß wird sollte die Menge Alkohol, die verbrannte (40%) durch Wasser wieder aufgefüllt werden. Das Resultat kann “on the Rocks” genossen werden.

Der Geschmack ist leicht ölig und sehr intensiv nach Anis und Zucker. Weitere Tests mit zusätzlicher Verdünnung oder feuerfesten Gefässen stehen noch aus.

Hier zum Abschluss das Bild des Ideengebers - zu seiner Entschuldigung sei anzumerken, dass die Party eine Kostümparty war und er (zumindest meines Wissens nach) sonst nicht um halb fünf mit Krone auf dem Rad durch Saarbrücken unterwegs ist.

Ursprungsfoto König Peter
Ein Wochenende am Rhein
Geschrieben um 17:25 von Martin.


Titelbild

Auf dem Bild ein Blick von Bonn aus in die Kölner Bucht, aufgenommen am Dienstag nach Ostern vom Maria-Hilf Kloster in Endenich. Im Vordergrund Bonn und am Horizont die Skyline von Bonn. Die 3-4 Pixel im Inneren des roten Eis (die Form ist als Hommage an das Osterwochenende gedacht dessen Abschluss der Nachmittag in Bonn war an dem das Bild enstand) sieht man den Kölner Dom. In Natura kann man ihn sogar erkennen aber optischen Zoom hat mein Handy leider noch nicht.

Das Wochenende davor war ich Jan und Alina in Siegburg besuchen, wo wir 3 sehr stressfreie Tage mit Spielen, Essen, Schlafen und DVD-Kucken verbracht haben, einzig unterbrochen von einem Basta-Konzert im Pantheon in Bonn (daraus erschliesst sich dann auch der Titel des Eintrags). Das Konzert war richtig klasse, wie bei den Wise Guys gefiel mir Basta vorher von CD nicht unbedingt, aber dieser Liveauftritt hat das deutlich verändert und ihm werden auf jeden Fall noch weitere Konzertbesuche folgen. Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass ich zum ersten Mal seit langem nochmal 4 Siedlerspiele an zwei Tagen gespielt habe und zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder Scotland Yard (Siedler war besser).

Da ein Hauptziel des Wochenendes war, es stressfrei zu verbringen ist auch sonst nichts erwähnenswertes passiert - ich war Dienstag noch einen alten Schulfreund in Bonn besuchen und wir sind wegen der Aussicht auf den eben schon erwähnten Berg spaziert.

Im Sneak ist im Moment die Zeit der Fortsetzungen, und nachdem ich im letzten Eintrag schon nichts zu Basic Instinct 2 sagen wollte geht mir das jetzt mit Big Mamma’s House 2 und Final Destination 3 nicht anders (wir scheinen übrigens für beide Serien ein Abo zu haben und hoffen jetzt, dass es keine 3. resp. 4. Teile geben wird).

Demnächst gibt’s auch mal wieder besser belichtete, farbenfrohere Bilder – der Frühling scheint sich inzwischen doch entschieden zu haben noch zu kommen und führt neben Luftdruckskopfsumschwungskopfweh wenigstens auch für Sonnenschein.

Ursprungsfoto
Timons Geburtstag - nicht im McD
Geschrieben um 16:00 von Martin.

Titelbild

Was man nicht so alles bei Ebay bekommt. Und wie man sich doch verschätzen kann, wie viel Platz 500 Bälle brauchen. Wir dachten, dass die locker reichen und hätten im Endeffekt auch locker 1000 oder noch mehr verschenken können. Aber zurück zum Anfang:

Nina hatte die Idee, Timon zu seinem dritten Geburtstag ein ebensolches Bällchenbad zu schenken, das sie im Prospekt eines großen Discountmarktes gesehen hatte. Leider haben wir trotz intensiver Netzrecherche nicht herausfinden können bei welcher Kette das Angebot existierte und Nina hatte den Prospekt auch nicht mehr. Ergo: Kein Bällchenbad. Da ich selber oft genug sage, dass man ja alles bei Ebay bekäme wollte ich diese Aussage unter Beweis stellen und siehe da: Von ganzen Bädern bis hin zu Nachfüllbällen von dem Lieferanten, der McDonalds und IKEA mit Plastikbällen beliefert war alles da. Kurz entschlossen haben wir auf das “Bad” in “Bällchenbad” verzichtet und den Plan gefasst, einfach Timons Planschbecken für die Winterzeit drinnen aufzubauen und mit den Bällen zu befüllen.

Als die Kiste dann ein paar Tage später kam waren wir dann doch erstaunt, wie wenig Volumen diese Bälle zusammen hatten und aus dem Planschbecken wurde schnell seine Spielburg, die doch eine kleinere Grundfläche hat. Die Anlieferung an sich war auch schon sehr witzig - als wir noch von viel grösserem Platzverbrauch ausgingen meinte ich, dass man die Lieferung ruhig an meine Firmenadresse schicken kann, weil da noch ein Kellerraum existiert, den man ebenerdig erreichen kann. Ganz so groß war’s dann ja nicht, aber der Lieferant hat sehr fragend gekuckt, was den diese Geräusche in der Kiste macht und die nächstliegenden Tipps meiner Kollegen waren “Lottoziehung” :-).

Timon hat’s dann aber trotz aller Wirren der Beschaffung gut gefallen – wie viele der 500 Bälle zu seinem 4. Geburtstag noch existieren und wieviele davon noch im gleichen Zimmer sind wird man sehen, aber sie sind machen ja wenigstens weder Dreck noch laute Geräsche.

Ursprungsfoto
..spielen zum Ende der Herbstpause
Geschrieben um 23:39 von Martin.


Titelbild

Naja, ganz stimmt das nicht, der Anlass war eine Geburtstagsparty im Wohnheim in der Rotenbergstrasse, aber das war eins der ersten Bilder, bei denen ich nach Drücken des Auslösers dachte “Du könntest eigentlich mal wieder Dein Blog pflegen”.

Das Ergebnis ist hier, ich wollte nach peinlichen sechs Wochen Pause dann wenigstens vier anständige Einträge fabrizieren, deshalb hat’s dann nach dem ersten Auslöser (pun intended ;-) doch noch ein wenig gedauert bis alles bereit war.

Aber zurück zum Eintragnamensgeber. Twelve Ton Sushi hab’ ich an dem Abend nur gehört weil Bastian auf die Frage, was er denn Abend vorhätte meinte “Wir spielen komm doch vorbei”, was sich als höchst erfreulicher Zufall herausgestellt hat. Konzert war klasse (auch wenn die Akustik im Fernsehraum der Heimbar verbesserungswürdig war) und es war mein erstes Konzert von Bands, bei denen ich die Mitglieder kenne, das keinen Schraddel-Gitarren-Rock gespielt hat (was aber auch daran liegen könnte, dass die letzten solchen Konzerte irgendwann vor meinem Abi waren…).

Ansonsten waren in den letzten sechs Wochen durchaus einige nette Parties von denen ich mich jetzt ärgere, keine Fotos gemacht zu haben. Was ich vielleicht hervorheben sollte wäre eine WG-Party bei Nicolas, der ich eigentlich mit dem Gedanken “Oh nein, eine Mottoparty” entgegen sah und mich schon fragte, ob es den Augen guttut, wenn sich alle in dem Motto “Gelb” kleiden. Dort angekommen wurde alles viel besser als erwartet, da jeder der vier Mitbewohner unterschiedliche Mottos herausgegeben hatte und man daran, ob die Leute gelb waren, Schlafanzüge trugen oder mit Luftballons unter der Kittelschürze zu Hausfrauen mutierten erkennen konnte, wer sie eingeladen hatte. Ergab eine nette Mischung aus Kinderfasching und Kostümparty.

Ursprungsfoto
oder was ist ein Galeniker
Geschrieben um 19:39 von Martin.


Titelbild

Das Bild ist aus der Mitte eines Ereignisreichen Wochenendes, das mit einem gem¨tlichen Firmengrillen am Römerbrünnchen Freitag Abend begann. Nach der Leerung eines selbstkühlenden Bierfasses sind wir noch weiter zu mir und an den Staden gezogen wo wir nicht wie früher Oettinger aus Dosen tranken sondern stilvollerweise Cuba Libre aus echten Gläsern mit vor Ort gecrushtem Eis und frischen Limetten.

Zu dem selbstkühlenden Bierfass (Marke Coolkeg mit Jever drin) ein kurzer Einschub: Warum steht da drauf ohne Chemie? Was auch immer sie mir damit sagen wollen, ich glaube nicht, dass man etwas, was nach dem Umlegen eines Hebels beginnt, aussen heiss und innen kalt zu werden und innerhalb von 30min 20l Bier auf angenehme Trinktemperatur kühlt und diese für 12 Stunden hält ohne Chemie auskommt. Selbst wenn diese ohne irgendwelche giftigen Chemikalien auskommt - Chemie ist’s trotzdem.

Der Samstag begann unausgeschlafen mit einem kurzen Shoppingtrip und der Fahrt nach Hause um Abends bei Gucky in Heimbach zu sitzen (dort auch das Foto mit atemberaubenden Wolkenformationen die auf dem Handybild leider nicht mehr ganz so prall wirken). Eine sehr angenehme Party mit 13 Leuten und ein paar Runden Activity zu später Stunde. Dank der Gespräche mit Leuten, die ich teilweise 8 oder 9 Jahre nicht gesehen hatte, weiss ich jetzt auch, das man als promovierter Pharmazeut Galeniker werden kann (nicht, dass ich das Wort vorher jemals gehört hätte) und weiss auch was das ist.

Sonntags trotz kurzer Schlafphase um 9 raus und auf nach Hemsbach zum Brunch anlässlich des 40. Geburtstages meiner Schwester, der zwar ebenfalls sehr schön war aber dazu geführt hat, dass ich am Sonntag Abend so müde war, wie schon lange nicht mehr – man ist halt keine 27 mehr ;-).

Ursprungsfoto
Jedes Mal atemberaubend gut
Geschrieben um 21:38 von Martin.


Titelbild

Wer noch die Zeit hat (und das Glück, Karten zu bekommen, was ich bezweifele) sollte sich Flic Flac anschauen, die noch bis Sonntag in Saarbrücken gastieren.

Ich war dort mit Nina und war wie schon die ersten Male als der Zirkus in Saarbrücken war sehr beeindruckt, obwohl eigentlich gar nicht so von Zirkus begeistert bin. Die Artisten von Flic Flac machen einfach atemberaubende Acts und haben wieder ein schönes Programm zusammengestellt.

Bild ist von aussen und in der Halbzeitpause entstanden – drinnen fotografieren wollte ich dann doch nicht.

An die mitlesenden Exilsaarländer: Flic Flac ist vom 2. bis 18. September in Düsseldorf.

Ursprungsfoto
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Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).

Martin Gisch - Großherzog-Friedrich-Str. 70 - 66121 Saarbrücken

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