Twelve Days Of Christmas
Auf ein Neues!
Geschrieben um 18:56 von Martin.



Zwölf Tage Weihnachten sind rum. Je nach Kulturkreis auch schon seit gestern morgen, aber heute dann auf jeden Fall. Ob jetzt die drei Könige einfach nur so lange gebraucht haben, bis sie es nach Bethlehem geschafft hatten oder man damals auch schon die Notwendigkeit gesehen hat, einen Punkt im Jahr zu haben wo mal (fast) alle Leute gleichzeitig 2 Wochen am Stück frei haben ist egal – rum ist’s auf jeden Fall.

Meine Weihnachsts-/Sylvesterroutine hat auch dieses Jahr funktioniert, einiges an Ruhe zurück gebracht und verbrauchte Akkus aufgeladen. Ein paar Tage zurück im Elternhaus, gefüllt mit Spaziergängen, großem Familienessen, Besuchen bei Freunden im Heimatdorf machten den Anfang. Darin enthalten der alljährliche Besuch in der früheren Stammkneipe, wo zwar jedes Jahr weniger Leute aus meinem Alter am 25.12. kommen, aber immer noch genug, um die Tradition am Leben zu halten.

In dem Zusammenhang ein kurzer Abstecher in die Suchbegriffe mit denen ich gefunden werde: Mein Topsuchbegriff bei dem ich zeitweise sogar auf Platz eins bei Google war (jetzt ‘nur’ noch Platz 3) ist seltsamerweise “Rollpiano” – ja, dazu hab’ ich einen Artikel verfasst und ja, den find’ ich auch ganz gelungen, aber warum so hoch geratet? Danach die offensichtlichen “Halbwissen” “Fundiertes” und Kombinationen davon und danach wird’s dann schnell obskur. Gefreut hat mich beim Logs checken diese Woche ein Suchbegriff, bei dem ich zwar nicht dachte gefunden zu werden, aber leugnen auch zwecklos ist: “Schwul in Birkenfeld”. Viel genauer kann man meine Oberstufe dann auch nicht beschreiben – schön das Google das auch so sieht.

Aber ich schweife ab :-).

Nach dem trip down memory lane in der alten Heimat ging’s mit dem Chor für entspannende 7 Tage auf Sylvesterfreizeit und abgesehen von den bedauerlichen Krankheitsausfällen und auch denen, die Ihre Erkältung dort erst bekamen, war’s wie immer ein beschauliches und vor allem erholendes Zusammensein mit vielen Gesprächen über die ugandischen Schlufpwespen und alles was sonst noch dazu gehört.

Um diesen Blogeintrag zu schliessen (schliesslich kann ich nicht zwei überlange Einträge in Folge verfassen ;-) komme ich auf die eingangs erwähnten “Twelve Days of Christmas” zurück, die auch Teil einer unserer Diskussionsrunden waren. Hierzu möchte ich den Christmas Price Index nachliefern, der ähnlich dem (ernstgemeinteren) Warenkorb jährlich ermittelt, was die Geschenke des zwölften Tages zusammengenommen kosten würden. Ausserdem die mathematische Herleitung (englisch) warum es in Summe 364 Geschenke sind, die der Sänger im Laufe des Liedes von seiner wahren Liebe bekommt. Das die “five gold rings” kein Schmuck sind, sondern eigentlich Vögel mit bunten Hälsen (Fasane), wussten Sie ja bestimmt.

Ohne Powerpointfähiges Bild glaubt einem ja heute keiner mehr was deshalb hier nochmal die Übersicht:

Consequences
Glaube keiner Statistik...
Geschrieben um 12:49 von Martin.

Hilarious!

Hier das Original davon, und noch was zum Kochen und was zum Rollenspiel.

Wieviel seriöser doch ein paar erdachte Zahlen wirken, wenn sie in einem Schaubild stecken…

Damit hätte man Werbung machen müssen, dann wäre vielleicht die vermaledeite Proposition 8 in Kalifornien nicht durchgegangen die jetzt gleichgeschlechtlichen Ehen dort wieder die Rechtsgrundlage entzieht.

Birkenfeld im Fernsehen?
Brisantes Armymitbringsel aufgedeckt
Geschrieben um 00:31 von Martin.

Das die Amis gerne Mitbringsel aus anderen Ländern aufhängen und damit ihre Pubs schmücken wusste ich ja schon, aber das gerade ein Nummernschild aus meiner Abi-Stadt es in eine meiner Lieblingsserien schaffen sollte ist dann doch neu :-). Ohne die Pausetaste am DVD-Player hätte ich’s auch kaum geglaubt, aber im Standbild unverkennbar hängt an der Wand des Woody’s, eines Pubs in der fiktiven Liberty Avenue im Schwulenviertel Pittsburghs, ein Nummernschild aus Birkenfeld.

Meine Theorie ist ja, dass das von irgendeinem in Baumholder stationierten schwulen US-Soldat stammt. Immerhin gibt’s davon jetzt noch 12.000 – also Soldaten, schwul sind die wohl nicht alle ;-).

Hier nochmal der ganze Frame mit Justin und Brian in der Mitte.

Chuck and Larry
Blind Date im UT3
Geschrieben um 22:58 von Martin.


I Now Pronounce You Chuck and Larry oder auch mit dem schönen deutschen Titel Chuck and Larry - Wie Feuer und Flamme hätte ein sehr platter Film werden können. Zugegebenermassen ist er das (vor allem im ersten Drittel) auch an vielen Stellen. Trotzdem hab ich schon deutlich schlechtere Adam Sandler Filme gesehen und zähle den hier eher zu seinen guten.

Worum geht’s? Zwei (heterosexuelle) Feuermänner lassen sich verpartnern um eine Verwaltungshürde der Pensionskasse zu umgehen. Alle Gags und Plotideen die man nach diesem Satz hat (ja auch die offensichtlichsten) werden brav umgesetzt, aber durchaus so nett in Szene gesetzt und auch von dem ein oder anderen unerwarteten Gag gewürzt, dass das Gesamterlebnis ein positives ist. Die plakative “Mehr Toleranz”-Message die gegen Ende des Films lauter und lauter wird ist Hollywoodtypisch mit vollen Farben aufgetragen, aber trotzdem noch angenehm zu ertragen.

Was mir vielleicht bei der positiven Kritik geholfen hat ist, dass das mein erstes Blind Date war, seit das UT-Kino nach fast 10 Jahren mit der Tradition brach und von 23h auf 21h verschob. Die Boykottpause hebe ich (wenn auch erstmal nur einmal im Monat) auf um weiterhin wenigstens einen Teil solcher Perlen wie Guesthouse Paradiso, Ballerman Sechs oder Virus sehen zu dürfen (um nicht zu sagen: Man geht ja nicht primär wegen der Filme hin :-)).

In Zukunft also an jedem 2. Mittwoch im Monat Filmkritik vom OV-Sneak im bösen Kino und an jedem 4. Mittwoch vom Blind Date im guten Kino zur falschen Zeit. Warum gibt’s kein wöchentliches OV-Sneak bei den City-Kinos um 23h ohne nervige Vorveranstaltungsverlosungsshow?

Crustacés et Coquillages
Geschrieben um 23:20 von Martin.


Titelbild

Nach einwöchiger Kinoabstinenz (die mir auf dem Ijsselmeer aber auch nicht wirklich was ausgemacht hat) habe ich das erste lange Wochenende in Saarbrücken dazu genutzt gleich dreimal ins Kino zu gehen. Hier das Ergebnis:

Am Samstagabend war ich in der Insel mit Ewan McGregor und Scarlett Johansson (also der Film ist mit den beiden gedreht, im Kino war ich mit Frank). Auch wenn der Film leider nicht sehr auf die ethischen und moralischen Fragen eingeht, die seine Handlung aufwirft sondern deutlich mehr ein reiner Actionfilm ist fand ich ihn - vielleicht auch gerade deswegen - sehr kurzweilig. Wer die Story noch nicht durch tausend Trailer kennt sollte es auch dabei belassen, dadurch wird das erste viertel des Films ein wenig spannender, deshalb werde ich den Inhalt hier auch nicht wiederholen.

Montagmittag stand dann Charlie und die Schokoladenfabrik auf dem Programm (mit Schlumpf, Evelyne und Nicole vor und Johnny Depp auf der Leinwand). Da es noch keinen Film mit Johnny Depp, von Tim Burton und mit Musik von Danny Elfman gab, den ich nicht mochte ist es nicht weiter verwunderlich, dass mir auch dieses Werk gefiel. Herrlich surreal, teilweise sogar richtig hart zu den verzogenen Kindern und auf eine unaufdringliche Art rührend am Ende. Nadine schrieb “köstlich, einfach köstlich”, dem möchte ich mich gerne anschliessen.

Auf dem Nachhauseweg bin ich dann noch beim Filmhaus hängengeblieben und habe mir Crustacés et Coquillages (dt. Meeresfrüchte) angesehen - auf der Leinwand nur unbekannte Namen, aber im Publikum dafür auch :-). Der Film ist meiner Meinung nach der erfrischenste meines Kinomarathonwochenendes. Er wirkt ein wenig als wäre er nach einem Theaterstück geschrieben, wobei ich dazu nichts im Netz gefunden habe. Witzige Charaktere, schöne Menschen, schöne Landschaft und eine schöne Geschichte über Urlaub, Liebe und das Leben. Wenn jemand die Chance hat (zumindest in Saarbrücken läuft er noch eine Woche im Filmhaus) kann ich diesen Film nur wärmstens empfehlen.

Ursprungsfoto
Feiern,kämpfen,Gleichberechtigung
Geschrieben um 18:00 von Martin.


Titelbild

Sonntag war CSD in Saarbrücken und ich wollte denen, die mich von früher kennen dieses Bild nicht vorenthalten - die nette Dame habe ich erst nach mehrmaligem Hinsehen erkannt und mich gewundert, warum mich eine Drag Queen vom Wagen herunter mit Kussmund begrüßt :-). Leider ist die Qualität nicht das beste aber unter dieser URL gibt’s das ganze auch besser auflösend. Der junge Herr auf dem Bild hat auf der gleichen Schule Abi gemacht wie ich, vielleicht kennt ihn ja noch jemand.

Ursprungsfoto
powered by blosxom

Die Vorlagen für die Hintergrundbilder sind größtenteils von mir oder von Leuten, die mit mir Segeln waren, die CT-Scans im Hintergrund sind von meinem Kopf und von 1997 und alle Texte sind von mir. An dieser Stelle einen großen Dank an Axel Beckert, ohne dessen Hilfe und Codebeispiele ich noch ca. 2 Jahre gebraucht hätte um durch Blosxom durchzusteigen :-).

Martin Gisch - Großherzog-Friedrich-Str. 70 - 66121 Saarbrücken

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